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"Un Certain Regard": Der andere Blickwinkel

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"Un Certain Regard": Der andere Blickwinkel

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Ein isländischer Film wurde in diesem Jahr in der Nebenreihe “Un Certain Regard” in Cannes mit dem Hauptpreis geehrt, Hrútar von Grímur Hákonarson

Ein isländischer Film wurde in diesem Jahr in der Nebenreihe “Un Certain Regard” in Cannes mit dem Hauptpreis geehrt, Hrútar von Grímur Hákonarson. Die Sektion gilt als die wichtigste Parallelreihe des Film Festivals und als ein Sprungbrett für künftige Palme-Kandidaten. Die Jury stand unter dem Vorsitz der großen Filmdame Isabella Rossellini, die ihre Aufgabe offensichtlich genoss.

Isabella Rossellini: “Wir sind in so viele Länder gereist, haben so viele verschiedene Stimmen gehört, aber am Ende entschieden wir uns für “Hrútar (Rams)”.

Der Film erzählt die Geschichte zweier Brüder, die seit Jahrzehnten nicht mehr miteinander sprechen. Um ihre Schafherden zu retten, müssen sie sich nach all der Zeit doch wieder zusammentun.

Hrútar ist der zweite Spielfilm des Isländers Grímur Hákonarson. “Das ist eine große Ehre, ich hätte nicht damit gerechnet. Es ist mein zweiter Film, es waren viel erfahrenere Regisseure im Rennen mit sehr guten Filmen.”

Ebenfalls ausgezeichnet mit dem Preis “Un Certain Talent” wurde der Rumäne Corneliu Porumboiu für seine bitterböse Satire The Treasure über eine ziemlich chaotische Schatzsuche.

Costi, ein junger Familienvater, lässt sich von seinem Nachbarn dazu überreden, einen Metalldetektor zu mieten, um in dessen Garten nach dem vermeintlichen Schatz zu fahnden.

Corneliu Porumboiu: “Das ist gut, ich freue mich für den Film. Das Wichtigste für mich ist, beim Festival mit dabei zu sein. Jetzt gibt es auch noch einen Preis, das ist wunderbar, vor allem für den Film.”

Der Preis der Jury schließlich ging an den Kroaten Dalibor Matanic für sein Drama The High Sun.

Der Film ist erzählt drei Liebesgeschichten zu drei verschiedenen Epochen in der Balkanregion, die am Hass zwischen den unterschiedlichen Ethnien scheitern.