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Yoko Ono: "One Woman Show" in New York

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Yoko Ono: "One Woman Show" in New York

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Zur Ausstellungseröffnung ein Freudentanz, so ist Yoko Ono, ein lebendiges Kunstwerk, eine One Woman Show. So heißt auch die Ausstellung, die ihr das

Zur Ausstellungseröffnung ein Freudentanz, so ist Yoko Ono, ein lebendiges Kunstwerk, eine One Woman Show. So heißt auch die Ausstellung, die ihr das MoMA in New York widmet. Der Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1960 bis 71, also auch der Zeit vor John Lennon, als Yoko Ono bereits eine anerkannte Künstlerin war. Vielen ist sie heute vor allem als die Witwe des berühmten Musikers, mit dem sie in den 70 Jahren schlagzeilenträchtig für Frieden kämpfte.

Christophe Cherix, MoMA: “Als sie John Lennon in London traf, hatte sie bereits zehn Jahre als Künstlerin hinter sich und zwar zehn wichtige Jahre, in denen sie die Kunst ihrer Epoche neu definierte. Ihre Berühmtheit sollte das überschatten, für uns als Museum war es an der Zeit, das würdigen.”

Die Ausstellung zeigt eine Künstlerin, die ihrer Zeit voraus war und schon in den 1960er Jahren ausprobierte, was erst später in der Kunstszene angesagt sein würde. Sie halbierte Möbel, ließ sich die Kleider vom Leib schneiden, malte, machte Musik und drehte Filme.

Zu den bekanntesten gehören “Cut Piece”, die Kleiderperformance, und “Fly” – die Erkundung des weiblichen Körpers durch eine Fliege.

Christophe Cherix, MoMA: “Das war 1971, ‘Fly’, eine Fliege auf einem nackten Körper. Wie passen diese beiden Filme zusammen? Dazwischen liegen sieben Jahre. Der erste zeigt eine Performance in Schwarz-Weiß, der andere ein professionelles Model, und er ist in Farbe gedreht. In beiden geht es um das Nacktsein, um extreme Verletzlichkeit.”

Die Wendeltreppe “To See the Sky” ist ein neues Werk, das Yoko Ono extra für die MoMA-Schau geschaffen hat.

Zu sehen ist sie bis zum 7. September in New York.