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Noch mehr Airbag-Rückrufe

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Noch mehr Airbag-Rückrufe

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BMW, Fiat Chrysler, Ford und andere Autobauer haben ihre Rückrufaktionen wegen fehlerhafter Airbags des japanischen Zulieferers Takata ausgeweitet.

Der Münchner Hersteller etwa stockte in den USA die Zahl der Fahrzeuge, die in die Werkstätten beordert werden, auf gut 420.000 auf, so die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde. Fiat Chrysler dehnte den Rückruf auf 5,22 Millionen Autos weltweit aus, fast 90 Prozent (4,5 Millionen) in den USA. Bei Ford sind jetzt in den Vereinigten Staaten knapp 1,4 Millionen Fahrzeuge betroffen, weltweit 100.000 mehr. Auch Honda und Mitsubishi weiteten ihre Aktionen aus.

Defekte Takata-Airbags können unkontrolliert explodieren und dabei Metallteile herumschleudern. Sechs Menschen kamen bisher wegen der fehlerhaften Luftkissen ums Leben, alle in Fahrzeugen von Honda. Von Takata kommt weltweit jeder fünfte Airbag.

Takata hatte vergangene Woche unter dem Druck der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA die Zahl der Wagen, die in den Vereinigten Staaten zur Reparatur einbestellt werden, auf fast 34 Millionen verdoppelt. Weltweit sind seit 2008 mehr als 53 Millionen Fahrzeuge betroffen.

Der US-Kongress will sich am 2. Juni in einem Ausschuss erneut mit dem Thema befassen. Geladen sind ein hochrangiger Takata-Manager, der Chef der Sicherheitsbehörde NHTSA und Experten aus der Autobranche. Fachleute rechnen damit, dass die Abarbeitung des Rekord-Rückrufs bis zu fünf Jahre in Anspruch nehmen wird. Takata fährt unterdessen seine Produktion zum Austausch defekter Airbags hoch.

su mit Reuters