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Ägpyten: Gericht verschiebt Entscheidung zu Todesurteilen im Port-Said-Massaker

Mehr als drei Jahre nach den tödlichen Ausschreitungen bei einem Fußballspiel im ägyptischen Port Said hat ein Gericht in Kairo die Entscheidung über elf Todesurteile verschoben. Viele Angehörige der

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Ägpyten: Gericht verschiebt Entscheidung zu Todesurteilen im Port-Said-Massaker

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Mehr als drei Jahre nach den tödlichen Ausschreitungen bei einem Fußballspiel im ägyptischen Port Said hat ein Gericht in Kairo die Entscheidung über elf Todesurteile verschoben. Die Kammer will am 9. Juni entscheiden, ob die Todesstrafen gegen elf Fußball-Ultras bestätigt werden. Zudem stehen 62 weitere Angeklagte vor Gericht.

Meinung

Das Gericht heute sollte für Gerechtigkeit sorgen, aber das ist nicht passiert.

Vor dem Justizgebäude demonstrierten Angehörige der Opfer für Gerechtigkeit. Bei der Stadionpanik starben 74 Menschen. Die Polizei wurde beschuldigt, nicht eingeschritten zu sein. Eine Frau, die damals ein Kind verlor, sagte: “Wir sind denen egal, die haben Angst vorm Innenministerium. Außerdem provozieren uns die Angeklagten im Käfig mit ihren Fußball-T-Shirts. Das Gericht heute sollte für Gerechtigkeit sorgen, aber das ist nicht passiert. Die Getöteten waren Unschuldige.”

Angeklagt sind neben Fußballfans auch neun Polizisten und drei Vereinsangehörige.Der aktuelle Prozess ist schon das zweite Verfahren in dem Fall. Ein Berufungsgericht hatte im Vorjahr 21 Todesurteile aufgehoben. Dazu euronews-Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim: “Der Fall wurde wieder nicht beendet, doch das Massaker verschwindet nicht aus dem Gedächtnis der Ägypter. Die Familien der Opfer und ihre Verteidiger warten nach langer Zeit auf eine Entscheidung.”