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Jemen: Militärkoalition fliegt erneut schwere Angriffe - Verhandlungen zwischen Huthis und USA

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat erneut schwere Angriffe auf Ziele in dem Nachbarland geflogen. Saudischen Angaben

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Jemen: Militärkoalition fliegt erneut schwere Angriffe - Verhandlungen zwischen Huthis und USA

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Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat erneut schwere Angriffe auf Ziele in dem Nachbarland geflogen. Saudischen Angaben zufolge waren die Luftschläge eine Reaktion auf einen tödlichen Angriff der Huthi-Rebellen auf Grenzsoldaten. Nach Angaben eines Sprechers des saudischen Innenministeriums hatten Huthi-Rebellen am Samstagabend Granaten über die Grenze geschossen und dabei einen Armeeangehörigen getötet. Sieben weitere Grenzsoldaten wurden demnach verletzt.

Mehr als 20 Bombardements hätten von Samstagabend bis Sonntagmorgen in der Hauptstadt Sanaa unter anderem Armee-Stützpunkte, das Hauptquartier der jemenitischen Luftwaffe und ein von den Aufständischen benutztes Stadion getroffen, berichteten Augenzeugen. Informationen über die Zahl der Opfer gab es zunächst nicht.

Laut Augenzeugen wurde das Stadion von Aufständischen benutzt. Anderen Berichten zufolge sollte es als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Ein Mann berichtet, wie Zivilisten bei den Angriffen in der Nacht panisch die Flucht ergriffen hätten. Viele ständen unter Schock. Mehr als 500.000 Menschen sind seit Beginn der Angriffe im März auf der Flucht. Fast 2000 wurden UN-Angaben zufolge getötet. Auch am Wochenende forderten Dutzende Demonstranten wieder das Ende der Kämpfe.

Unterdessen hat es im benachbarten Oman Verhandlungen zwischen den Huthi-Rebellen und US-Vertretern gegeben, so ein Sprecher der jemenitischen Regierung, die vor den Huthis nach Saudi-Arabien geflohen war. Man sei darüber informiert worden, habe aber nicht daran teilgenommen. Weitere Gespräche sollten folgen. Die USA hatten erklärt, die saudischen Angriffe im Jemen mit Waffen und Geheimdienstinformationen zu unterstützen.

Das amerikanische Außenministerium bestätigte Medienberichte, denen zufolge mehrere US-Bürger im Jemen festgehalten werden. Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Der “Washington Post” zufolge werden mindestens vier US-Amerikaner gefangengehalten, vermutlich in einem Gefängnis in Sanaa.