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Malaysia Airlines soll sich - kleiner - neu erfinden

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Malaysia Airlines soll sich - kleiner - neu erfinden

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“Wir sind eigentlich pleite,” sagte der neue Vorstandschef zur Begrüßung. Christoph Müller, ehemaliger Aer-Lingus-Manager mit deutschen Pass, will mit dem Abbau tausender Stellen seinen neuen Arbeitgeber Malaysia Airlines retten.

Die Probleme des Staatsunternehmens hatten lange vor den beiden Flugzeugabstürzen im vergangenen Jahr begonnen.

Experten zufolge liegen die Kosten um 20 Prozent höher als bei Konkurrenten, etwa weil die Fluggesellschaft auf Geheiß der Regierung unprofitable Verbindungen anbietet und auf Druck der Gewerkschaften zu viel Personal beschäftigt.

Müller bekräftigte Pläne, die Zahl der Stellen um rund ein Drittel auf 14.000 zu kürzen. Bestimmte internationale Verbindungen sollen seltener oder gar nicht mehr angeboten werden, die Marke neu definiert. Malaysia Air werde aber nicht zu einer Regionalgesellschaft.

Die Krise hatte sich im vergangenen Jahr verschärft, als im März Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwand. Das Wrack wurde nie gefunden. Im Sommer wurde Flug MH17 über der Ostukraine abgeschossen.

su mit Reuters