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Peking verschärft Gesetze zum Rauchverbot

Diese Bilder soll es in Peking nicht mehr geben: Denn das Rauchen in allen geschlossenen öffentlichen Räumen der chinesischen Hauptstadt ist von nun

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Peking verschärft Gesetze zum Rauchverbot

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Diese Bilder soll es in Peking nicht mehr geben: Denn das Rauchen in allen geschlossenen öffentlichen Räumen der chinesischen Hauptstadt ist von nun an verboten. Der staatliche Nachrichtenagentur Xinhua ist das Rauchen in Kinos, Restaurants, in der Nähe von Krankenhäusern und Schulen, Büros und anderen öffentlichen Orten ab Montag verboten.

Meinung

"Der Gesundheitsschutz und die Interessen aller Nichtraucher müssen sichergestellt werden."

Für die Nichtbeachtung drohen etwa Betreibern von Restaurants Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro. Frühere Verbote sahen nur eine sehr viel kleinere Strafe vor und wurden häufig missachtet.Auch gesonderte Raucherlounges innerhalb von öffentlichen Gebäuden sind verboten. Ein Mitarbeiter der Tabakmonopolbehörde erklärt warum: “Abgetrennte Räume wären immernoch im öffentlichen Gebäude. Die Bedienungen könnten dadurch Schaden erleiden. Der Gesundheitsschutz und die Interessen aller Nichtraucher müssen sichergestellt werden”.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Rauchen schädlicher als der Smog, der die Luft vieler chinesischer Großstädten belastet. 1.3 Millionen Männer und Frauen sterben laut WHO in China jährlich an Lungenkrebs. Eine Zahl, die sich durch neue Gesetze deutlich reduzieren ließe, hieß es.

“Ich denke, die Umsetzung wird etwas schwer. Aber es geht ja auch darum, Kinder zu schützen. Für diejenigen, die schon lange rauchen, wird es schwer umzusetzen sein”, meint eine Nichtraucherin, die einen Säugling im Arm trägt.

Im Rahmen des neuen Gesetzes zum Schutz für Nichtraucher wurden die Steuern auf Zigaretten zudem verdoppelt. Das soll möglichst viele der 300 Millionen chinesischen Raucher abschrecken.

Mehr als ein Drittel aller weltweit produzierten Zigaretten wird in China geraucht. Das Land ist selbst einer der größten Produzenten und auch der chinesische Staat verdient gut mit am Erlös der Tabakindustrie.

Anders als bei den zuvor geltenden Nichtrauchergesetzen, die wenig beachtet wurden, rechnet die WHO mit wesentlich besseren Chancen für den Erfolg der jetzt anlaufenden Kampagne.