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FIFA-Skandal: Generalsekretär wusste von 10-Millionen-Dollar-Zahlung

Knapp eine Woche nach der Festnahme mehrerer Fußball-Funktionäre in Zürich steht nun der FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke im Zentrum des

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FIFA-Skandal: Generalsekretär wusste von 10-Millionen-Dollar-Zahlung

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Knapp eine Woche nach der Festnahme mehrerer Fußball-Funktionäre in Zürich steht nun der FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke im Zentrum des Interesses.

Valcke, die Nummer Zwei in der FIFA, soll 2008 an einer 10-Millionen-Dollar-Überweisung auf ein Konto der Bank of America beteiligt gewesen sein. Das Geld habe Jack Warner, der damalige Präsident der CONCACAF (der Nord- und Zentralamerikanischen und Karibischen Fußballkonföderation) schließlich größtenteils privat verwendet, so die US-Staatsanwaltschaft.

Denn letztlich habe es sich dabei um eine Schmiergeldzahlung aus Südafrika im Gegenzug für Warners Stimme bei der Vergabe der Weltmeisterschaft 2010 gehandelt, glauben die Ermittler – abgezweigt von den offiziellen FIFA-Überweisungen für die WM-Organisation.

Die FIFA spricht in einer Stellungnahme weiterhin von einer legitimen Zahlung an einen karibischen Fußballentwicklungsfonds im südafrikanischen Auftrag, Generalsekretär Valcke habe davon zudem gar keine Kenntnis gehabt. Die US-Ermittler beschuldigen Valcke auch gar nicht konkret, Teil einer korrupten Verschwörung gewesen zu sein.

Ein nun aufgetauchter Brief aus Südafrika belegt nun aber zumindest, das Valcke doch persönlich um die Überweisung gebeten wurde. Damit bleibt die Frage, ob er und FIFA-Chef Sepp Blatter auch vom mutmaßlichen Verwendungszweck, der Bestechung, gewusst zu haben.