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Rosenfestival in Lyon: Blütenpracht und Düfte


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Rosenfestival in Lyon: Blütenpracht und Düfte

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Eine Rose sagt mehr als Tausend Worte. Im französischen Lyon erzählt sie eine bald 200 Jahre alte Geschichte, die der Lyoner Rosenzüchter, die seit 1830 mehr als 3000 verschiedene Arten hervorgebracht haben. Bewundern kann man die Blütenpracht im wundschönen Parc de la Tête d’Or mitten in der Stadt.

Dort zeigten anlässlich des jüngsten Rosenfestivals Blumenzüchter wie Alain Meilland ihre Schätze. Der grüne Finger hat im Familienbetrieb Meilland Tradition.

Alain Meilland: “Es begann 1850 in Lyon, ich bin die fünfte Generation.”

Für Alain Meilland sind Rosen gleichberechtigte Lebewesen, wie Kinder, die er liebevoll großzieht.
Die Rose bedeutet auch einen unerschöpflichen Kreislauf und ist ein begehrtes Objekt des Austauschs unter Rosenzüchtern.

Alain Meilland: “Sobald sie zusammenkommen, haben sie sich viel zu erzählen. Der Züchter aus Kanada oder Uruguay fragt den russischen Kollegen, wie er seine Rosen pflegt. So entsteht ein wunderbarer Austausch. Und das verbindende Glied ist die Rose.”

Schon der Name sagt alles: Monica Bellucci, eine Rose wie eine Leinwanddiva.

Alain Meilland: “Monica Bellucci ist eine echte Persönlichkeit, die man verspeisen, die man berühren möchte.”

Um solche Schönheit zu erschaffen, braucht man Kreativität und Geduld. Das Rosenzüchten ist ein komplizierter, langer Weg. Viele Versuche sind nötig, bis eine neue Rose entsteht. Dabei können einige Jahre verstreichen.

Der Züchter Jean-Charles Orard erläutert den Vorgang. “In einem ersten Schritt werden alle Blütenblätter und die männlichen Pollensäcke vorsichtig entfernt, so dass nur der Stempel, also der weibliche Teil, für die Bestäubung übrig bleibt. Sobald die Blume bereit ist, nehmen wir den Pollen einer anderen Rosensorte. Mithilfe eines Pinsels streifen wir den Pollenstaub auf den Stempel, also den weiblichen Teil der Rose.”

Die Rose ist auch eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für Kunst und Design. Auf dem Rosenfestival im Park zeigten die Studenten der Lyoner Modeschule ESMOD ihre Kreationen. Blätter, Blüten und Knospen waren die Vorlage, auch die symbolische Bedeutung der Rose.

Alain Boix, ESMOD-Direktor: “Die Rose ist das Symbol der Zartheit und Zerbrechlichkeit, aber auch der Zukunft.”

Lyon, das im 19. Jahrhundert auch als Welthauptstadt der Rosen galt, ist bis heute eine wichtige Zucht- und Produktionsstätte.

Die Stadt empfing in diesem Jahr den Weltkongress der Rosengesellschaften. Und verkleidete sich der Blume zu Ehren in einen bunten Rosengarten.

Im Innenhof des Lyoner Rathauses waren es Blumenbeete mit Rosa Gallica. Sie gilt als die Urgroßmutter vieler Rosen, ist eine der ältesten Gartenrosen überhaupt und wurde schon in der Antike kultiviert.

Die Besucher des Rosenfestivals freuten sich über die Blütenpracht. “Die Rose ist das Symbol der Schönheit und sie repräsentiert Lyon”, meinte eine Passantin. “Es verzaubert die Sinne, die Düfte sind zum Teil sehr überraschend”, ergänzte ein Mann.

Auch die Tatsache, dass viele Monumente der Innenstadt mit Rosen bedeckt waren, kam gut an und brachte euronews-Reporterin Elena Karaeva ins Schwärmen: “‘La vie en rose’, das bedeutet ein Leben voller Glück, das manchmal den Duft von Rosen trägt, wie der Brunnen Place des Jacobins, der Dank der vielen Rosen in köstliches Parfum gehüllt ist.”

  • Lyon City of Roses

    May 28, 2015. REUTERS/Robert Pratta

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    May 28, 2015. REUTERS/Robert Pratta

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    May 28, 2015. REUTERS/Robert Pratta

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    May 28, 2015. REUTERS/Robert Pratta

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    May 28, 2015. REUTERS/Robert Pratta

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