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Kein Fusion, nur Jazz: Kenny Garrett in Essaouira

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Kein Fusion, nur Jazz: Kenny Garrett in Essaouira

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Kenny Garrett gilt als einer der bedeutendsten Jazz-Saxofonisten seiner Generation. Der 54-Jährige stammt aus Detroit, begann seine Laufbahn im Duke

Kenny Garrett gilt als einer der bedeutendsten Jazz-Saxofonisten seiner Generation. Der 54-Jährige stammt aus Detroit, begann seine Laufbahn im Duke Ellington Orchestra und wurde als Mitglied der Band von Miles Davis international bekannt.

Garrett war auf dem diesjährigen Musikfestival im marokkanischen Essaouira zu Gast und stellte Stücke von seinen jüngsten Alben vor.

Kenny Garrett: “Die jüngste Scheibe ‘Pushing the World Away’ (bei Mack Avenue Records) war für den Grammy nominiert. Wir spielen außerdem Musik von ‘Seeds from the Underground’ und noch ein paar andere Sachen.”

Beide Alben waren sehr erfolgreich. “Seeds from the Underground” war sogar für zwei Grammys nominiert und wurde in Deutschland mit dem Echo Jazz 2013 in der Kategorie Bester Saxofonist des Jahres ausgezeichnet.

Jazz ist ein eigenes, anspruchsvolles Genre. Hatte der Musiker Berührungsängste mit dem marokkanischen Publikum?

Kenny Garrett: “Musik ist nun Mal Musik. Manches Konzept braucht etwas mehr Zeit, um anzukommen. Aber Musik ist Musik, Rhythmus ist Rhythmus. Man muss lernfähig sein und sich dem jeweiligen Stil anpassen.”

Eigentlich sollte Kenny Garrett im Rahmen der Fusion-Konzerte von Essaouira mit dem Gnawa-Meister Hassan Boussou und seinen Musikern spielen, sagte den gemeinsamen Auftritt jedoch in letzter Sekunde ab und trat nur mit seiner eigenen Band auf. Zur großen Enttäuschung aller Beteiligten

Garrett wird in diesem Sommer in Frankreich, Italien, Spanien und den USA auftreten. Im Herbst ist ein Abstecher nach Ungarn geplant.