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Überwachungskamera zeigt letzte Bilder des gesunkenen Touristenschiffs in China

Nach dem Schiffsunglück auf dem Fluss Jangtse in Zentralchina wird weiter nach mehr als 400 Vermissten gesucht. Viele von ihnen sollen ältere

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Überwachungskamera zeigt letzte Bilder des gesunkenen Touristenschiffs in China

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Nach dem Schiffsunglück auf dem Fluss Jangtse in Zentralchina wird weiter nach mehr als 400 Vermissten gesucht. Viele von ihnen sollen ältere chinesische Touristen sein.

Trotz einer groß angelegten Bergungsaktion mit Tausenden Helfern, konnten bis zum Morgen nach Angaben des Staatsfernsehens lediglich 14 Menschen lebend geborgen werden. 18 Leichen wurden bisher im Fluss gefunden.

Mit Hilfe von zwei Bergungsschiffen soll das Wrack nun angehoben werden, um die Rettungsarbeiten zu erleichtern. Dutzende Taucher suchen um das Wrack herum nach Opfern des Unglücks: “Es schwimmen viele Dinge in der Kabine herum. Als das Schiff gekentert ist, wurden viele Gegenstände umhergewirbelt. Beim Tauchen hatten wir Angst, uns mit unseren Seilen zu verfangen. Das kann sehr schnell passieren”, erklärte ein Rettungstaucher.

Das Touristenschiff war am Montagabend in stürmischem Wetter im Raum Jianli gesunken. Es war von Nanjing in Ostchina in Richtung der südwestchinesischen Stadt Chungching unterwegs. Insgesamt sollen sich nach Angaben der Behörden 458 Menschen an Bord des Ausflugschiffs mit dem Namen “Stern des Ostens” befunden haben, als es in Seenot geriet.

Auf jetzt veröffentlichten Bildern einer Überwachungskamera ist das Schiff kurz vor dem Unglück zu sehen. Nach Angaben des Kapitäns und des Chefingenieurs, die beide überlebten, war das Schiff in einen Tornado geraten und innerhalb weniger Sekunden gesunken. Die Behörden ermitteln. Unklar ist, warum das Schiff trotz des schlechten Wetters weitergefahren ist. Offenbar waren andere Ausflugsschiffe wegen des angekündigten Sturms im Hafen geblieben.

Der chinesische Premier Li Keqiang besuchte Überlebende und Angehörige in einem lokalen Krankenhaus. Die Bergungsaktion findet unter seiner Aufsicht statt. Es könnte eines der schlimmsten Schiffunglücke Chinas werden. Die Hoffnung, Menschen lebend aufzufinden, schwindet.