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Griechenland schiebt 300-Millionen-Rückzahlung an den IWF auf

Griechenland wird eine am Freitag fällige Rückzahlung von 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) bis zum Monatsende

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Griechenland wird eine am Freitag fällige Rückzahlung von 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) bis zum Monatsende aufschieben.

Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte am Rande weiterer Verhandlungen unter anderem mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch noch eine fristgerechte Zahlung angekündigt.

Doch Tsipras steht nun selbst zwischen den Fronten, die von den Geldgebern geforderten Reformen stoßen innerhalb der griechischen Regierungskoalition auf harten Widerstand. Tsipras drohte nach seiner Rückkehr nach Athen mit Neuwahlen, sollte keine Mehrheit für die Reformen zustande kommen.

Griechenland kommt nach Meinung vieler Beteiligter nur noch weniger als zwei Wochen ohne eine Refinanzierung durch die an die Bedingungen geknüpften neuen Notkredite aus.

Es ist das erste Mal in fünf Jahren der Krise, dass Athen die Rückzahlung eines Notkredits aufschiebt. Was nach Nachsicht gegenüber Griechenland klingt, ist laut dem IWF seit den 70ern erlaubt. Demnach können Länder darum bitten, mehrere in einem Monat fällige Zahlungen zu bündeln und am Monatsende auf einen Wisch zu zahlen.

Athen will genau das mit seinen vier im Juni fälligen Rückzahlungen tun, und bis zum 30. Juni alles zusammen überweisen – gut 1,6 Milliarden Euro