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Hongkong: Tausende gedenken des Tiananmen-Massakers in Peking

Der Viktoriapark in Hongkong war ein Meer von Kerzen: Tausende haben dort der Opfer des Tiananmen-Massakers in Peking vor 26 Jahren gedacht. In China

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Hongkong: Tausende gedenken des Tiananmen-Massakers in Peking

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Der Viktoriapark in Hongkong war ein Meer von Kerzen: Tausende haben dort der Opfer des Tiananmen-Massakers in Peking vor 26 Jahren gedacht.

In China sind Gedenkveranstaltungen dazu verboten, Medien erwähnen den Vorfall praktisch nicht. In der autonomen chinesischen Sonderverwaltungszone wird mehr toleriert. Es war die erste große Demonstration in Hongkong seit den prodemokratischen Protesten im vergangenen Herbst.

Die Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 in Peking gilt bis heute als nicht aufgearbeitet. Die Familien der Opfer fordern von den chinesischen Behörden Listen der Getöteten, Entschädigungen sowie eine Bestrafung der Verantwortlichen. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights in China, die sich in den USA organisiert hat, schickte dazu einen offenen Brief an die chinesische Regierung.

Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums wies die Forderungen zurück: Die Regierung sei längst zu “klaren Schlüssen über die politischen Unruhen in den 80ern gekommen”. Die Erfolge der vergangenen 30 Jahre zeigten, dass Chinas auf dem richtigen Weg sei.

Die Zahl der Getöteten ist unklar. Verschiedene Organisationen sprechen von zwischen mehreren hundert und mehreren tausend Opfern im Verlauf des Aufstandes.