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Ostukraine: Heftigste Eskalation seit Beginn der neuen Waffenruhe

Eine neue Welle von Gefechten in der Ostukraine hat seit Mittwoch wohl Dutzende zivile Opfer gefordert. Die Regierung wirft der Separatistenseite

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Ostukraine: Heftigste Eskalation seit Beginn der neuen Waffenruhe

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Eine neue Welle von Gefechten in der Ostukraine hat seit Mittwoch wohl Dutzende zivile Opfer gefordert. Die Regierung wirft der Separatistenseite vor, versucht zu haben, mit Panzern und rund 1000 Soldaten die 15 Kilometer westlich von Donezk liegende Ortschaft Maryinka einzunehmen.

Die Separatisten wiederum beschuldigen Kiew, Außenbezirke von Donezk beschossen und dabei 15 Menschen getötet zu haben. Auch weiter nördlich bei Luhansk gab es Artilleriefeuer.

“Zur Zeit sind 14 russische Bataillone mit mehr als 9000 Soldaten auf dem Territorium der Ukraine”, sagte Präsident Petro Poroschenko in Kiew. “Das sind eineinhalb mal so viele wie vor einem Jahr.”

Russland weist das nach wie vor als falsch zurück. Auf einer Konferenz der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, einem zentral- und ostasiatischen Sicherheitsbündnis, sagte Russlands Außenminister Sergey Lawrow, das Minsker Abkommen vom 12. Februar sei ständig bedroht, weil Kiew versuche, seiner Verpflichtung auszuweichen, einen direkten Dialog mit dem Donbass zu beginnen.

Es ist die bisher heftigste Eskalation seit dem offiziellen Beginn der neuen Waffenruhe. Russland hatte, Reportern zufolge, jüngst ein großes militärisches Aufgebot hinter der Grenze zusammengezogen. Diese Woche nun rückte Kiew schwere Waffen stellenweise wieder näher an die Frontlinie.