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OPEC fördert weiter wie gehabt


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OPEC fördert weiter wie gehabt

“Wir kriegen die 100 Dollar nicht mehr.” So die Botschaft von Opec-Generalsekretär Abdullah Salem El-Badri nach der halbjährlichen Sitzung des Ölkartells in Wien. “Wir müssen uns den neuen Realitäten anpassen”, fügte er an die
Adresse der zwölf Mitgliedsländer hinzu.

Und nicht umgekehrt: Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) tastet auch angesichts des Ölpreisabsturzes im vergangenen Jahr von über 100 auf rund 60 Dollar je Barrel ihre Förderquoten nicht an.

Abdullah Salem El-Badri, Generalsekretär der OPEC:

“In den vergangenen vier Jahren haben wir von mehr als 100 Dollar pro Barrel profitiert, das brachte gute Einnahmen.

Jetzt sind wir im Zyklus unten angekommen. Wir müssen damit leben – wir müssen uns, unsere Leute, unsere Länder, an die neue Realität anpassen. Der Markt gibt die 100 Dollar nicht mehr her.”

Es habe Übereinstimmung zwischen den Opec-Mitgliedern geherrscht, die Obergrenze unverändert zu lassen, sagten hochrangige Opec-Delegierte nach dem Treffen der Ölminister. Sie beträgt damit für die nächsten sechs Monate weiter 30 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) am Tag.

Beim vergangenen Treffen Ende November hatten Venezuela und andere Länder vergeblich versucht, Saudi-Arabien von einer Förderdrosselung zu überzeugen. Damit setzte sich eine Gruppe wohlhabender Golfstaaten um Saudi-Arabien durch. Ärmere Opec-Mitglieder, die durch die Entwicklung schmerzhafte Einbußen im Staatshaushalt spüren, kritisierten dies heftig. Einer der Hauptleidtragenden des niedrigen Ölpreises ist das Nicht-Opec-Mitglied Russland, mit rund 40 Prozent der staatlichen Einnahmen aus dem Öl-Export.

Nordseeöl der Sorte Brent kostete nach der Sitzung 62,48 Dollar je Barrel (159 Liter) also 0,6 Prozent mehr. Der Preis für das US-Öl WTI zog um 1,1 Prozent auf 58,66 Dollar je Barrel an.

Nächstes OPEC-Treffen ist am 4. Dezember.

su mit Reuters, dpa

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