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Schiffskatastrophe auf dem Jangtse: Wrack aufgerichtet - etwa 100 Opfer geborgen

Während wir das Schiff aufgerichtet haben, haben unsere Taucher oft Leichen in der Tiefe gefunden

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Schiffskatastrophe auf dem Jangtse: Wrack aufgerichtet - etwa 100 Opfer geborgen

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Fast vier Tage nach der Schiffskatastrophe auf dem Jangtse in Zentralchina ist das Wrack mit Kränen gedreht und aufgerichtet worden. Das in der Nähe von Jianli in der Provinz Hubei gesunkene Touristenschiff “Stern des Orients” soll danach aus dem Wasser gehoben werden, um die Suche nach den Leichen im Rumpf zu erleichtern, wie Bergungskräfte berichteten. Nur 14 der 456 Menschen an Bord hatten die Katastrophe überlebt. Fast 100 Opfer wurden bisher geborgen. Zhu Ruming von der zuständigen Schifffahrtsbehörde: “Während wir das Schiff aufgerichtet haben, haben unsere Taucher oft Leichen in der Tiefe gefunden. Auf dem Wasser haben wir treibende sterbliche Überreste verstorbener Passagiere gefunden. Wir haben die Arbeiten unterbrochen, um die Leichen an die entsprechenden Stellen übergeben zu können.”

In Jianli hielten Hunderte eine Mahnwache für die Opfer ab. Das Schiff war im Sturm gekentert. Die näheren Umstände sind bisher nicht bekannt. Angehörige hatten sich über zu wenig Informationen beschwert. “Ich bin sehr traurig über das, was passiert ist”, so eine Frau auf der Mahnwache. “Ich hoffe, dass die Opfer im Himmel friedlich ruhen. Wir können nur beten und wir wollen die Angehörigen hier unterstützen. Ich bin froh hier zu sein und sie zu unterstützen.”

Die Regierung versprach eine lückenlose Aufklärung. Sie war wegen zögerlicher Rettungsarbeiten in die Kritik geraten. Kapitän und Chefingenieur wurden in Polizeigewahrsam befragt. Unklar ist, warum das Schiff trotz schlechten Wetters weiterfuhr.