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US-Wirtschaft produziert kräftig Arbeitsplätze

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US-Wirtschaft produziert kräftig Arbeitsplätze

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Die US-Wirtschaft hat im Mai weit mehr Jobs geschaffen als erwartet. Sie war zu Jahresbeginn geschrumpft. Manche machten sich schon Sorgen, der Aufschwung könnte ins Stocken geraten.

Die Zahl der neuen Stellen stieg um 280.000, so das Arbeitsministerium, nach 221.000 im April. Das ist der größte monatliche Zuwachs seit Dezember. Befragte Ökonomen (Reuters) hatten nur mit 225.000 neuen Stellen gerechnet.

Die separat ermittelte Arbeitslosenquote stieg leicht auf 5,5 Prozent – wegen großen Zustroms auf dem Arbeitsmarkt, etwa durch Abiturienten. Damit liegt die Arbeitslosenquote tatsächlich im Rahmen dessen, was die US-Notenbank mit einem normal ausgelasteten Arbeitsmarkt bezeichnet.

Zuletzt waren allerdings einige enttäuschende Daten dazugekommen – etwa zur Auftragslage der Industrie und zum Konsum.

Experten erwarten daher erst im September oder später die Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik. Eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) noch im Juni gilt als eher unwahrscheinlich. Der Dezember wiederum liegt nach Meinung von Beobachtern schon zu dicht an den nächsten Präsidentschaftswahlen, in deren Umfeld sich die Fed traditionell zurückhält – im Januar 2016 beginnen die Vorwahlen.

Fed-Chefin Janet Yellen hat die Frage nach der Zinswende kürzlich grundsätzlich bejaht. Die Schwäche des ersten Quartals erklärte sie mit temporären Faktoren, Rückenwind erhält die Wirtschaft nach ihrer Aussage derzeit von der nicht mehr bremsenden Finanzpolitik und von der Gesundung des Immobilienmarkts. Ihr Fazit: Irgendwann in diesem Jahr wäre eine Zinserhöhung angemessen.

Die Fed hält den Schlüsselzins bereits seit Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. Bis Ende des Jahres rechnen Ökonomen, dass es mit der Konjunktur weiter aufwärtsgeht.

su mit Reuters, dpa