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Türkei: AKP nennt Explosionen bei Wahlkampfveranstaltung in Diyarbakir "Sabotage"

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Von Euronews  mit Reuters, DPA
Türkei: AKP nennt Explosionen bei Wahlkampfveranstaltung in Diyarbakir "Sabotage"

<p>Die Führung der türkischen Präsidentenpartei <span class="caps">AKP</span> hat die <a href="http://de.euronews.com/2015/06/05/vor-den-wahlen-explosion-bei-veranstaltung-der-pro-kurdischen-hdp-in-osttuerkei/">Explosionen bei einer Wahlkampfveranstaltung der pro-kurdischen <span class="caps">HDP</span></a> verurteilt. Regierungschef Ahmet Davutoglu nannte den Vorfall am Freitag angesichts der Sonntag stattfindenden Parlamentswahlen einen “Angriff auf die Demokratie” und sprach von Sabotage. <span class="caps">HDP</span>-Anhänger machten Präsident Recep Tayyip Erdogan für den tödlichen Vorfall verantwortlich. Bei wütenden Protesten nach den Explosionen kam es zu Ausschreitungen mit Polizisten.</p> <p>Erdogan rief dazu auf, das Klima des Friedens im Land nicht zu stören. Bei einem Fernsehinterview am Freitagabend sagte er: “Dieser Vorfall zwei Tage vor der Wahl am Sonntag überschattet die Abstimmung, aber sie wird trotzdem stattfinden. Wir werden die Sicherheitsmaßnahmen bestmöglich erhöhen, so dass die Wahlen unter den besten Bedingungen stattfinden können.” </p> <p>Die zwei Explosionen auf der Kundgebung in der südosttürkischen Kurden-Metropole Diyarbakir ereigneten sich kurz vor einer Rede des <span class="caps">HDP</span>-Kovorsitzenden Selahattin Demirtas. Eine der Detonationen sei durch eine Bombe, einen mit Kugellagern gefüllten Gasbehälter, ausgelöst worden, so offizielle Angaben. Demnach gab es zwei Tote und mehr als 100 Verletzte. Laut lokalen Medien gab es vier Todesopfer und weitaus mehr Verletzte. Demirtas rief seine Anhänger zu Besonnenheit auf. </p> <p>Die <span class="caps">HDP</span> gilt als echtes Hindernis für die <span class="caps">AKP</span>. Sollte die pro-kurdische Partei die Zehnprozenthürde knacken und ins Parlament einziehen, könnte die <span class="caps">AKP</span> ihre absolute Mehrheit verlieren und die braucht sie, um das angestrebte Referendum über eine Verfassungsreform durchzusetzen. Ziel der Volksabstimmung ist die Einführung eines Präsidialsystems in dem Erdogan deutlich mehr Macht hätte.</p> <iframe src="//embed.scribblelive.com/Embed/v7.aspx?Id=1283948&ThemeId=19970" width="600" height="1000" frameborder="0"></iframe>