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Felipe Gonzalez darf Opposition in Venezuela nicht unterstützen

Der ehemalige spanische Ministerpräsident Felipe Gonzalez darf sich nicht an der Verteidigung zweier inhaftierter Oppositionspolitiker in Venezuela

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Der ehemalige spanische Ministerpräsident Felipe Gonzalez darf sich nicht an der Verteidigung zweier inhaftierter Oppositionspolitiker in Venezuela beteiligen. Das entschied nun das Oberste Gericht des Landes.

Gonzalez war am Sonntag in die Hauptstadt Caracas gereist – eigenen Angaben nach, um die Rechtsanwälte der Oppositionspolitiker als externer Berater zu unterstützen.

“Ich stimme mit der Entscheidung des Obersten Gerichtes nicht überein, weil ich auf eine Art und Weise am Prozess teilnehmen wollte, die nach venezolanischem Recht legal und von der Verfassung geschützt ist. Ich bin also anderer Meinung, aber ich respektiere die Entscheidung vollkommen”, sagte Gonzales auf einer Pressekonferenz in Caracas.

Gonzalez, der von 1982 bis 96 Ministerpräsident von Spanien war, ist Rechtsanwalt. Das Gericht in Caracas verweigerte seine Beteiligung mit der Begründung, er habe in Venezuela keine juristische Zulassung.

Als Grund für sein persönliches Engagement nennt Gonzales den zweiwöchige Hungerstreik der beiden Oppositionspolitiker Leopoldo Lopez und Daniel Ceballos. Sie sind seit Massenprotesten gegen Staatspräsident Nicolás Maduro im Jahr 2014 in Haft.

Auch Antonio Ledezma, dem wegen eines angeblichen Umsturzversuchs inhaftierten Bürgermeister von Caracas, wollte Gonzalez vor Gericht zur Seite stehen.