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„Football for Friendship“ in Berlin

Berlin war am vergangenen Wochenende der Schauplatz von „Football for Friendship“, einer Veranstaltung, organisiert vom russischen Energie-Riesen

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„Football for Friendship“ in Berlin

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Berlin war am vergangenen Wochenende der Schauplatz von „Football for Friendship“, einer Veranstaltung, organisiert vom russischen Energie-Riesen Gazprom. Bereits zum dritten Mal gab es dieses Event bereits. Im Mittelpunkt stand der Jugendfußball. Dieses Jahr nahmen 24 Mannschaften teil, so viele wie noch nie. Zum ersten Mal waren auch zwei Teams aus Asien dabei, nämlich aus China und Japan. Das führt zu der Frage, wieviel Potential in diesem Turnier steckt und wohin der Weg noch geht. “Ich kann natürlich nicht sagen, wo die Grenzen sind“, sagte der Gazprom-Manager Vyacheslav Krupenkov. „Aber wir möchten noch weitere Länder für die Veranstaltung interessieren. Russland wird die nächste Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten. Unser Traum wäre es, wenn wir demnächst Mannschaften aus jedem Land dabei hätten, das sich für die WM qualifiziert hat.”

Beckenbauer: „Fußball muss aus den negativen Schlagzeilen raus“

Tradition, Fairness und Freundschaft sind Werte, die den jungen Menschen mit der Veranstaltung vermittelt werden sollen. Eine Botschaft, die gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Fifa-Skandals besondere Bedeutung hat. “Der Fußball ist im Moment überall in den negativen Schlagzeilen. Da muss er wieder herauskommen“, sagte Franz Beckenbauer am Rand des Turniers. „Ich hoffe, dass das schnell passiert, dass man schnell zu einer Lösung kommt, dass solche Vorkommnisse einfach nicht mehr passieren können. Aber es ist richtig, dass der Fußball im Moment in einer sehr schlechten Verfassung ist “.

Über 300 Kinder nahmen an der Veranstaltung in der deutschen Hauptstadt teil. Sie freuten sich auch über die Chance, einige ihrer Helden persönlich zu treffen. Darunter Anatolij Tymoščuk und den deutschen Nationalspieler Julian Draxler. “Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich so jung war. Mir hätte es damals viel Spaß gemacht, bei so einer Veranstaltung dabei zu sein. Also, ich denke, die haben eine Menge Spaß hier und mir macht es Freude, ihnen zuzuschauen.”

Auszeichnung für Jugendarbeit des FC Barcelona

Vor dem Brandenburger Tor fand schließlich das Finale des Straßenfußball-Turniers für die 12- bis 14jährigen statt. Rapid Wien gewann gegen Zürich mit 5:3. In dem Spiel wurden auch Geschlechtergrenzen überschritten: Im Tor der Schweizer stand ein junges Mädchen, Elvira Herzog.
“In diesem Team, in dem ich bin, ist es gar nicht anders als sonst. Ich integriere mich sehr gut. Ich kann mir vorstellen, dass es in anderen Mannschaften anders ist, aber ich fühle mich hier sehr wohl.“

Zum ersten Mal gab es eine besondere Auszeichnung für Vereine, die sich besondere Verdienste in der Jugendarbeit erarbeitet haben, der so genannte „Nine Values Cup“. Der Preis ging an den FC Barcelona.