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Germanwings-Absturz: Opfer nach Haltern am See überführt

Zweieinhalb Monate nach dem Germanwings-Absturz in Frankreich sind die sterblichen Überreste von 16 Opfern in Haltern am See angekommen. Es handelt

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Germanwings-Absturz: Opfer nach Haltern am See überführt

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Zweieinhalb Monate nach dem Germanwings-Absturz in Frankreich sind die sterblichen Überreste von 16 Opfern in Haltern am See angekommen. Es handelt sich um 14 Schüler und zwei Lehrerinnen. Der Konvoi fuhr am Joseph-König-Gymnasium vorbei, in dem die Jugendlichen zur Schule gingen. Zahlreiche Menschen mit weißen Rosen und Grablichtern in den Händen drückten am Straßenrand ihre Anteilnahme aus. Unter ihnen waren viele Schüler, die sich an den Händen hielten und Tränen in den Augen hatten.

Die Beerdingungen der Opfer sollen in den nächsten Tagen im engsten Familienkreis stattfinden. Für die Opfer soll auf dem Friedhof der Stadt im Ruhrgebiet eine Gedenkstätte errichtet werden. Vor der Schule sind 18 Bäume zur Erinnerung an die Toten gepflanzt worden.

Überführung hatte sich verzögert

Eine Sondermaschine hatte zuvor 44 der 72 deutschen Opfer des Absturzes nach Düsseldorf gebracht. Die Särge wurden in einem abgetrennten Bereich des Flughafens an die Angehörigen übergeben. Die Überführung hatte sich mehrmals verzögert, angeblich wegen Tippfehlern in den Totenscheinen. Viele Angehörige waren deshalb verärgert. “Der Zorn und die Verzweiflung nehmen zu”, hieß es in einem Brief der Angehörigen. Mehrere Familien hatten bereits geplante Beisetzungen wieder abgesagt. Zuletzt hatte sich deshalb der Opferbeauftragte der Bundesregierung eingeschaltet.

Bei dem Absturz des A320 Ende März in den französischen Alpen waren alle 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.

Der Absturz von Germanwings-Flug 4U9525

  • Am 24. März 2015 stürzte ein Airbus A320 von Germanwings in den französischen Alpen ab. Das Flugzeug zerschellte in den Bergen, nachdem der Copilot absichtlich einen Sinkflug auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf eingeleitet haben soll.
  • Vor seiner Ausbildung war der Copilot unter anderem er wegen schwerer psychischer Probleme in ärztlicher Behandlung. Er musste in der Lufthansa-Schule in Bremen für mehrere Monate pausieren.
  • Die meisten deutschen Opfer des Absturzes kommen aus Nordrhein-Westfalen. Εs handelt sich unter anderem um eine Schülergruppe auf dem Rückflug von einem Sprachaustausch.
  • Am kommenden Montag soll noch eine Sondermaschine Särge nach Spanien bringen. 51 Opfer stammen aus Spanien, 72 aus Deutschland.
  • Am Donnerstag treffen Angehörige der Opfer in Paris den leitenden französischen Ermittler Brice Robin. Der Staatsanwalt von Marseille will sie unter anderem über den Stand der Ermittlungen informieren.