Eilmeldung

Eilmeldung

Wie gefährlich ist das MERS-Virus?

Sie lesen gerade:

Wie gefährlich ist das MERS-Virus?

Schriftgrösse Aa Aa

MERS steht für das “Middle East Respiratory Syndrome” und bezeichnet eine Infektion der Atemwege. Das MERS-Virus tauchte erstmals 2012 in Saudi-Arabien auf. Es zählt wie auch der gefürchtete SARS-Erreger zu den Coronaviren.

Welche Länder sind betroffen?

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden bislang aus 25 Ländern MERS-Fälle gemeldet. Erkrankungen treten vor allem auf der Arabischen Halbinsel auf und dort überwiegend in Saudi-Arabien, Jordanien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuweit und Oman.
Weitere MERS-Fälle wurden unter anderem in den USA, Tunesien, Malaysia sowie in Europa aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Griechenland, Österreich, der Türkei und den Niederlanden gemeldet. Betroffen sind zudem die USA, in Asien Malaysia, die Philippinen und ganz aktuell Südkorea und China. Es handelte sich meistens um eingeschleppte Infektionen.

Was sind die Symptome?

Die MERS-Erkrankung geht häufig mit grippeähnlichen Beschwerden einher wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit. Bei schweren Verläufen kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, auch kann es zu Nierenversagen kommen. Ein häufiges Begleitsymptom von MERS ist Durchfall. Patienten mit Vorerkrankungen wie Krebs oder Diabetes haben die schwersten Verläufe.

Kann sich jemand mit dem MERS-Virus angsteckt haben und nicht krank sein?

Ja, in manchen Fällen treten bei Menschen, die sich angesteckt haben, keine Symptome auf.

Wie wird das MERS-Virus übertragen?

Studien deuten zunehmend auf Dromedare als Quelle für Ansteckungen beim Menschen hin. Bei einem großen Teil von Dromedaren aus dem arabischen Raum, aber auch afrikanischen Ländern, wurden Antikörper gegen das Mers-Coronavirus gefunden; auch das Virus selbst wurde bei den Tieren identifiziert. Laut WHO ist der Mers-Erreger auch von Mensch zu Mensch übertragbar. In etlichen Fällen waren Familienangehörige oder Pflegepersonal betroffen, die engen Kontakt zu einem Erkrankten hatten.

Sollten Menschen den Kontakt mit Dromedaren meiden?

Als eine generelle Vorsichtsmaßnahme sollten alle Menschen, die in Kontakt mit Tieren kommen oder die an Orten sind, wo sich Tiere befinden, die Hände waschen bevor und nachdem sie ein Tier berührt haben. Und sie sollten keinen Kontakt zu kranken Tieren haben.
Aufgrund der Befunde bei Dromedaren weist die WHO darauf hin, dass Reisende den Kontakt zu Dromedaren meiden sollten. Besuche auf Farmen oder Märkten, auf denen sich Dromedare aufhalten, sollten vermieden werden, zudem sollten Reisende keine rohen oder unvollständig erhitzten Kamelprodukte zu sich nehmen.

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters/p>

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

  • South Korea

    Middle East Respiratory Syndrome (MERS) / © Reuters

Gibt es einen Impfstoff gegen das MERS-Virus?

Nein, bislang noch nicht.

Was sind die Tipps für Reisen?

Für Reisende in die Länder der arabischen Halbinsel und deren Nachbarländer hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Reiseeinschränkungen empfohlen. Personen mit einer Grunderkrankung wie zum Beispiel Diabetes sollten vor einer Reise eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren. Das Auswärtige Amt informiert generell auf seinen Internetseiten über medizinische Risiken im Ausland und bietet auch Hinweise zum Virus MERS an.
Die WHO rät Reisenden, die üblichen Regeln der Alltagshygiene zu beachten, insbesondere sollte man sich häufig die Hände waschen und zu Personen mit akuten Atemwegssymptomen Abstand halten. Personen mit einer akuten respiratorischen Erkrankung und Fieber empfiehlt die WHO, ihre Reise zu verschieben.