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Marine Le Pen führt Rechtsaußen-Fraktion im Europaparlament

Gut ein Jahr nach der Europawahl ist der französischen Front National die Gründung einer Rechtsaußen-Fraktion im Europaparlament gelungen. Die neue

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Marine Le Pen führt Rechtsaußen-Fraktion im Europaparlament

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Gut ein Jahr nach der Europawahl ist der französischen Front National die Gründung einer Rechtsaußen-Fraktion im Europaparlament gelungen. Die neue Gruppe trägt den Namen “Europa der Nationen und der Freiheiten”. Ein Fraktionsstatus bedeutet mehr Rechte im Parlament und Gelder.

Front-National-Chefin Marine Le Pen sagte, die politische Schlagkraft der Gruppe lasse sich mit der alten Situation nicht vergleichen. “Die Gründung ist eine gute Nachricht für unsere Parteien, doch auch für unsere Länder, unsere Völker, für die Freiheit”, fügte sie hinzu.

Zu der Gruppe zählt unter anderem die Partei für die Freiheit des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders: “Der Europäischen Union geht es nur um die Kontrolle über unsere Grenzen, unser Geld und unsere Gesetze. Wir wollen das alles zurückhaben. Hier und heute beginnt die Befreiung, dieses ist ein historischer Tag, ein historischer Augenblick.”

Zur Bildung einer Fraktion sind 25 Abgeordnete aus mindestens sieben Mitgliedsstaaten notwendig. Die Gründung war möglich, weil zwei polnische Parlamentarier sowie eine britische Abgeordnete beitraten. Janice Atkinson, die früher zur euroskeptischen UKIP gehörte, willigte ein, nachdem Front-National-Gründer Jean-Marie Le Pen aus der Partei ausgeschlossen wurde, wie sie erklärte.

Tochter Marine will die Front National von ihrem antisemitischen und rechtsextremistischen Image befreien. Wegen wiederholter rassistischer Äußerungen suspendierte die Parteiführung Anfang Mai die Mitgliedschaft Jean-Marie Le Pens. Die neue Fraktion “Europa der Nationen und der Freiheiten” hat in den kommenden vier Jahren Anspruch auf mehr als 17 Millionen Euro.