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Athen: Tausende demonstrieren gegen Sparmaßnahmen - Industrie und Notenbank fordern Kompromisse

In Athen haben mehrere Tausend Gegner der Sparpolitik vor dem Parlament für eine harte Haltung bei den Verhandlungen ihrer Regierung mit den

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Athen: Tausende demonstrieren gegen Sparmaßnahmen - Industrie und Notenbank fordern Kompromisse

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In Athen haben mehrere Tausend Gegner der Sparpolitik vor dem Parlament für eine harte Haltung bei den Verhandlungen ihrer Regierung mit den Gläubigern in der Krise demonstriert. Linke Gruppen hatten zu den Protesten aufgerufen – mehrere Minister und Abgeordnete der Regierungskoalition sowie Vertreter der deutschen Partei “Die Linke” beteiligten sich. Die griechische Regierung strebe zwar eine Einigung mit den Gläubigern an, sagte Innenminister Nikos Voutsis. Aber notfalls sei Griechenland zu allem bereit.

Genau das fürchten offenbar auch die Chefs der fünf wichtigsten Arbeitgeber- und Industrieverbände Griechenlands. Sie haben sich am Mittwoch in einem in einem offenen Brief in den Medien an Regierungschef Alexis Tsipras gewandt. Er solle alles tun, damit es nicht zum Bruch mit den Gläubigern komme. Auch der Chef der griechischen Notenbank warnte vor den Gefahren einer Staatspleite und eines Euro-Austritts. Die Erwartungen, dass bei dem Treffen der Eurofinanzminister am Donnerstag eine Einigung gefunden wird, sind gering.

Unterdessen hat Tsipras am Abend erneut mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gesprochen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Regierung in Athen erfahren hat. Über den Inhalt des Telefonats wurde offiziell nichts bekannt. Griechische Medien spekulierten, Juncker taste ab, ob Athen zu einer neuen Verhandlungsrunde mit seinen Gläubigern bereit sei. Vergangenen Sonntag war ein Vermittlungsversuch Junckers ohne Ergebnis geblieben.