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Brüssel: "Der Ball liegt im griechischen Feld"

Die Hängepartie zwischen Brüssel und der Regierung in Athen geht weiter. Solange keine neuen Reformvorschläge aus Griechenland kommen, verweigern die

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Brüssel: "Der Ball liegt im griechischen Feld"

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Die Hängepartie zwischen Brüssel und der Regierung in Athen geht weiter. Solange keine neuen Reformvorschläge aus Griechenland kommen, verweigern die Geldgeber eine Einigung.

Meinung

Was die Griechen nicht wollen, haben sie im Überfluss deutlich gemacht. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass sie alternative Vorschläge machen müssen, auf die wir weiterhin warten

Die Europäische Kommission machte deutlich, dass der Ball im Feld der griechischen Regierung liegt: “Sind die griechischen Behörden mit einigen Maßnahmen des Programms nicht einverstanden, beispielsweise mit der Mehrwertsteuer für elektrische Energie oder mit Zuschlägen für kleine Renten, so sind wir bereit, über Alternativen zu sprechen”, so der für den Euro zuständige Vizekommissionschef Valdis Dombrowskis.

Der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Dijsselbloem, der an diesem Donnerstag das Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg leiten wird, betonte ebenfalls, dass es der griechische Seite freistehe, Alternativen zu benennen: “Was die Griechen nicht wollen, haben sie im Überfluss deutlich gemacht. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass sie alternative Vorschläge machen müssen, auf die wir weiterhin warten. Ohne sie kann es kein Abkommen geben.”

“Die mit dem Treffen der Euro-Finanzminister verbundenen Erwartungen sind niedrig”, sagt unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta. “Die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds haben seit Ende Februar zahlreiche Zugeständnisse gemacht. Es bleibt abzuwarten, wer den den ersten Schritt tut und ob am Wochenende ein außerordentliches EU-Gipfeltreffen stattfindet. In zwei Wochen geht das Hilfsprogramm zu Ende.”