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Gedenken an die Schlacht von Waterloo

Im belgischen Waterloo wird der 200. Jahrestag der gleichnamigen Schlacht begangen. An der Eröffnung der Gedenkfeierlichkeiten nahmen auch der

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Gedenken an die Schlacht von Waterloo

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Im belgischen Waterloo wird der 200. Jahrestag der gleichnamigen Schlacht begangen. An der Eröffnung der Gedenkfeierlichkeiten nahmen auch der belgische König Philippe sowie Vertreter der belgischen Regierung und der europäischen Institutionen teil.

Napoleons Armee unterlag am 18. Juni 1815 in Waterloo einer Allianz aus britischen, preussischen und niederländischen Truppen. Die Gegner Napoleons im Feld waren der britische General Wellington und der preussische Feldmarschall Blücher. Die Schlacht leitete das Ende der Herrschaft Napoleons ein. Rund 180.000 Soldaten standen sich gegenüber, etwa 48.000 verloren in dem Kampf ihr Leben.

An diesem Wochenende wird die Schlacht südlich von Brüssel mit rund 5.000 Statisten nachgestellt. “200 Jahre danach verbindet die ehemaligen Kriegsgegner die gleiche Leidenschaft für die Geschichte”, sagt unsere Korrespondentin Audrey Tilve. “Sie sind es, die die Ereignisse von damals wiederbeleben.”

“Man darf die Geschichte Frankreichs nicht vergessen”, meint ein französischer Komparse, die Männer nicht, die auf dem Schlachtfeld gefallen sind. Doch man sollte auch an die militärischen Möglichkeiten jener Zeit erinnern, an die Uniformen und Waffen, man sollte die Geschichte leben. Wir lesen die Geschichte nicht in einem Buch nach, wir erleben sie.” Einige Besucher bedauern, dass die Regierung in Paris so wenig Interesse an den Gedenkfeierlichkeiten gezeigt hat. Ein Besucher aus Kanada meint: “Es ist, als würde man sich schämen. Waterloo war für Frankreich vermutlich eine Niederlage, doch man sollte darin weniger eine Niederlage als das Ende einer Ära und den Beginn einer anderen sehen.”

Rund 200.000 Gäste werden an diesem Wochenende in Waterloo erwartet. Vor kurzem wurde auch eine neue, unterirdische Gedenkstätte eröffnet, die die Besucher multimedial über die Schlacht und ihre Folgen für Europa informiert.