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Keine Einigung bei Griechenland-Gesprächen

Im Schuldenstreit mit Griechenland ist weiter keine Lösung in Sicht. Ein Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg blieb ohne Ergebnis. Athen

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Keine Einigung bei Griechenland-Gesprächen

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Im Schuldenstreit mit Griechenland ist weiter keine Lösung in Sicht. Ein Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg blieb ohne Ergebnis. Athen wurde aufgefordert, ernsthaft in Verhandlungen einzutreten, sagte der für den Euro
verantwortliche EU-Vizekommissionschef Valdis Dombrovskis.Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem sagte, man sei vorbereitet, falls man Griechenland nicht in der Eurozone halten könne.

IWF: Deutliche Erleichterungen für Athen

IWF-Chefin Chrstine Lagarde sagte, man habe mehrere Vorschläge gemacht, “die im Vergleich allem, was vorher auf dem Tisch lag, eine deutliche Erleichterung für Griechenland wären. Und jetzt warten wir. Wir hoffen, dass die griechische Regierung die nächste Tage nutzt und ein paar handfeste Antworten für uns hat. Das Wichtigste aus meiner Sicht ist, zu einem Dialog unter Erwachsenen zurückzukehren.“

Übersetzung: Mit einer gut getimten, effizienten Politik sind die kurzfristigen Risiken rund um die griechischen Risiken händelbar.

Keine Bestätigung gab es für einen Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“. Demnach haben die Geldgeber der Regierung in Athen ein ultimatives Angebot unterbreitet. Griechenland solle bis Ende des Jahres etwa 10 Milliarden erhalten. Das Geld ist im aktuellen Hilfspaket übrig geblieben. Die Summe würde ausreichen, um Verbindlichkeiten Griechenlands bis August beim Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank zu begleichen. Im Gegenzug verlangten die Geldgeber aber weiterhin klare Reformzusagen aus Athen, heißt es in dem Bericht.

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis sagte, man sei einer Lösung nähergekommen. Seine Regierung habe sich auf die Geldgeber zubewegt.
“Wir beobachten ein Vertrauensproblem innerhalb der Eurogruppe. Deshalb haben wir einen radikalen Vorschlag gemacht. Wir akzeptieren feste Regeln für einen Ausgabenstopp, der in Kraft tritt, sobald wir in Haushaltsminus (Primärdefizit) erreichen.” Kurz nach dem Ende der Sitzung stellte er die Vorschläge auf seiner Webseite online.

Übersetzung: Griechenlands Vorschläge, um die Krise zu beenden. Heute der Eurogruppe vorgelegt, auch in der Pressekonferenz angesprochen.

Sondergipfel am Montag

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat für kommenden Montag ein Sondertreffen der Staats- und Regierungschefs der Euroländer zu Griechenland einberufen. “Es ist Zeit, dringend über die Lage in Griechenland auf höchster politischer Ebene zu sprechen”, sagte Tusk auf Twitter.


Das Krisentreffen findet nur wenige Tage vor dem regulären EU-Gipfel statt, der für Donnerstag und Freitag geplant ist. Das aktuelle Hilfspaket für Griechenland läuft am 30. Juni aus. Zu diesem Zeitpunkt muss Griechenland 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen.