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MERS-Ausbruch: Südkoreanische Behörden halten Scheitelpunkt für überschritten

Drei weitere Todesfälle gab es zuletzt, doch insgesamt beginnen die umfangreichen Vorbeugungsmaßnahmen zu greifen – das sagen die südkoreanischen

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MERS-Ausbruch: Südkoreanische Behörden halten Scheitelpunkt für überschritten

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Drei weitere Todesfälle gab es zuletzt, doch insgesamt beginnen die umfangreichen Vorbeugungsmaßnahmen zu greifen – das sagen die südkoreanischen Behörden. Sie glauben, dass der Scheitelpunkt des MERS-Ausbruchs nun überschritten ist. Bis zum Ende des Monats, so heißt es, könne die Infektionswelle ganz überwunden sein.

Mehr als 160 bestätigte Infektionen gibt es bislang und insgesamt 23 Todesfälle, über 6700 Menschen sind in Quarantäne. Immer wieder gibt es Fälle, die durch das Netz der Vorbeugungsmaßnahmen schlüpfen, Kritiker halten die totale Kontrolle deshalb für eine Illusion.

Die Direktorin der Weltgesundheitsorganisation, Margaret Chan, lobte Südkoreas Anstrengungen bei einem Besuch in Seoul aber als robust und stark: “Wir beobachten einen langsamen Rückgang der Fälle. Das heißt, dass wir die Maßnahmen aufrecht erhalten müssen. So ist der Ausbruch hoffentlich bald unter Kontrolle”, sagte Chan.

Dennoch empfahl die WHO anderen Ländern am Mittwoch, eigene Vorbeugungsmaßnahmen einzuführen. Am Narita-Flughafen in Tokio befragen nun Quarantänebeauftragte gelandete Passagiere aus dem Nachbarland und dem Nahen Osten. Von dort soll ein 68-jähriger das MERS-Coronovirus vor gut einem Monat nach Asien eingeschleppt haben.

Auch in Deutschland gab es jüngst einen Todesfall in Folge einer MERS-Infektion.