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USA: Weißer erschießt neun Afroamerikaner in einer Kirche

Ein noch flüchtiger weißer Mann hat in den USA am Mittwochabend neun Mitglieder einer afroamerikanischen Kirchengemeinde erschossen. Die Tat

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USA: Weißer erschießt neun Afroamerikaner in einer Kirche

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Ein noch flüchtiger weißer Mann hat in den USA am Mittwochabend neun Mitglieder einer afroamerikanischen Kirchengemeinde erschossen. Die Tat ereignete sich in Charleston im Bundesstaat South Carolina.

Der junge Mann hatte das Feuer auf die Menschen eröffnet, die in der Kirche zu einer Bibelstunde zusammen gekommen waren. Acht Menschen starben am Tatort, ein weiterer Mensch auf dem Weg ins Krankenhaus, eine Person befinde sich noch in Lebensgefahr. Bisher ist nicht bekannt, wieviele Menschen sich in der Kirche zur Zeit der Tat aufhielten.

Die Polizei sucht weiter nach dem Täter, den sie als gefährlich einstuft. Er wird als etwa 20-jährig, blond und schlank beschrieben. Er soll ein graues T-Shirt, Jeans und Timberland-Boots tragen.

Lokale Medien berichten unter Berufung auf einen prominenten Bürgerrechtler, unter den Getöteten sei auch Clementa Pinckney, ein Senator des Bundesstaates South Carolina, der in der Gemeinde als Pastor aktiv ist. Die Berichte wurden bislang nicht offiziell bestätigt.

Der örtliche Polizeichef Gregory Mullen sagte, es handele sich vermutlich um eine rassistisch motivierte Tat. Ähnlich äußerte sich Charlestons Bürgermeister Joseph P. Riley: “Der einzige Grund dafür, dass jemand in eine Kirche geht und Leute erschießt, ist Hass.” Riley nannte die Tat unfassbar.

Die Stadt Charleston an der Ostküste der USA wurde erst im vergangenen April zum Symbol ethnischer Spannungen in den USA. Im April erschoss dort ein weißer Polizist einen flüchtenden und unbewaffneten Schwarzen.

Die Gemeinde der methodistischen Emanuel-Kirche, die Ziel des Angriffs vom Mittwochabend wurde, ist eine der ältesten afroamerikanischen Kirchengemeinden in den USA.