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Nur im Kino: Wildwest tanzt nach der Pfeife von Fernost

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Nur im Kino: Wildwest tanzt nach der Pfeife von Fernost

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China ist für die Hollywoods Filmindustrie der wichtigste Markt geworden. Den chinesischen Markt schätzen Fachleute (Sohu Entertainement) auf 3,85 Milliarden Euro (2014) Im Februar hat China die USA zum ersten Mal bei den Umsätzen mit Kinotickets abgehängt: 570 Millionen Euro gegen 560 Millionen.

Teil Sieben der Fast-and-Furious-Action-Reihe wurde vom australo-chinesischen Regisseur James Wan gedreht. Ein Kassenmagnet.

Professor Ying Zhu, Filmhistoriker, City University of New York:

“Josef Stalin hat einmal gesagt, ‘wenn ich den amerikanischen Kinofilm kontrollieren könnte, dann würde das reichen, um die ganze Welt vom Kommunismus zu überzeugen’. Das Kino ist zu einem Schlachtfeld für konkurrierende Werte geworden, kultureller, politischer und auch wirtschaftlicher Werte.”

Ähnliche Ideen sind von Chinas Führung nicht überliefert. Was man sieht: Immer mehr Stars aus China tauchen in Hollywood-Produktionen auf, Produkte – manche fürchten auch eine vorauseilende Zensur.

“Das Zensurburo ist wirklich unerbittlich” , so die Erfahrung von Regisseur Nick Powell, mit dem Film “Outcast”, einer französisch-kanadisch-chinesischen Koproduktion. “Schießereien mögen sie zum Beispiel gar nicht.”

Und bevor der James Bond Streifen “Skyfall” in China an den Start durfte, musste eine Sequenz geändert werden, in der von Prostitution gesprochen wurde. Und eine Szene fiel ganz weg – in ihr wurde ein chinesischer Agent umgebracht.

su