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"Das größte Unglück ist eine verlorene Schlacht, das zweitgrößte eine gewonnene"

Euronews sprach mit den Laien, die Napoleon, Blücher, Wellington und den Prinzen von Oranien darstellen. Frank Samson, der den französischen Kaiser

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"Das größte Unglück ist eine verlorene Schlacht, das zweitgrößte eine gewonnene"

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Euronews sprach mit den Laien, die Napoleon, Blücher, Wellington und den Prinzen von Oranien darstellen.

Frank Samson, der den französischen Kaiser spielt, sagte: “Es ist 200 Jahre her, dass sich Historiker mit dieser Schlacht befassen, die um Haaresbreite einen anderen Ausgang hätte nehmen können. Heftiger Regen hatte die Wege aufgeweicht, Napoleon befand sich offenbar in einer schlechten körperlichen Verfassung, er soll Mühe gehabt haben, sein Pferd zu besteigen. Nur wenige seiner Soldaten hatten ihn gesehen. Den Kaiser zu sehen, motivierte, trieb die Truppen an. Blücher erreichte unerwartet das Schlachtfeld, das nasse Erdreich bereitete der Artillerie grosse Schwierigkeiten. Diese auf den ersten Blick unscheinbaren Einzelheiten trugen zur Niederlage Napoleons entscheidend bei. Doch angesichts der Begeisterung für ihn, die auch 200 Jahre danach andauert, kann man sich fragen, ob es wirklich eine Niederlage war.”

Alan Larsen, der Wellington spielt, weiß: “Er war ein Produkt seiner Zeit, ein abgehobener Aristokrat, dem seine Leute angeblich nicht viel bedeuteten. Doch sie bedeuteten ihm sehr viel! Denn er sah viel Leid, viele seiner Freunde waren im Verlauf der Jahre verwundet worden. Wir wissen, dass er auch eine andere Seite hatte, eine traurige. Von ihm stammt der Satz: ‘Das größte Unglück ist eine verlorene Schlacht, das zweitgrößte eine gewonnene.’”

Der deutsche Darsteller des “Marschalls Vorwärts” meint: “Blücher war ja nur das Zünglein an der Waage. Die Schlacht stand ja mehrmals auf der Kippe und wenn die Preußen nicht gekommen wären, hätte höchstwahrscheinlich Napoleon gewonnen, aber dann wäre eben sein ‘Waterloo’ auf irgendeinem anderen Schlachtfeld gewesen. Nach 1815 in Paris verlangte eigentlich Blücher, dass Napoleon ihm ausgeliefert wird und er wollte ihn verurteilen und hängen. Napoleon hat das irgendwie geahnt und hat sich sozusagen bei den Engländern in Kriegsgefangenschaft begeben.”

Und Eric Edelman, der den Prinzen von Oranien spielt, fügt hinzu: “Der Prinz von Oranien befehligte den niederländisch-belgischen Truppenverband, dessen Oberkommandierender General Wellington war. Der Prinz, der für seine Kühnheit bekannt war, führte die Front bis zum Ende der Schlacht, als er und sein Pferd verletzt wurden. Der Löwenhügel markiert die Stelle, wo ihn ein Schuss in die Schulter traf. Das Denkmal ließ sein Vater, Wilhelm I., errichten.”