Eilmeldung

Eilmeldung

Serbien "geschockt" über Ungarns Zaun gegen illegale Einwanderung

Der serbische Ministerpräsident Alexander Vucic hat den Plänen der ungarischen Regierung, die Grenze nach Serbien zu schließen, eine klare Absage

Sie lesen gerade:

Serbien "geschockt" über Ungarns Zaun gegen illegale Einwanderung

Schriftgrösse Aa Aa

Der serbische Ministerpräsident Alexander Vucic hat den Plänen der ungarischen Regierung, die Grenze nach Serbien zu schließen, eine klare Absage erteilt. Durch einen Metallzaun will Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban zukünftig Flüchtlinge an der Zuwanderung hindern.

Meinung

"Diesen Metallzaun kann und wird es nicht geben."

“Ich erinnere mich noch an 1961 als eine solche Mauer in Europa gebaut wurde”, sagte Vucic, “das war vor einer langen Zeit, aus anderen Gründen und im Zusammenhang mit anderen Problemen und das verstehen Sie, Herr Orban. Doch mit uns hat das nichts zu tun. Diesen Metallzaun kann und wird es nicht geben”.

Der vier Meter hohe Zaun soll sich an der gesamten serbisch-ungarischen Grenze erstrecken. Diese ist gleichzeitig eine EU-Außengrenze. Das Problem sei eine Frage für die EU, sagte Vucic. Ungarn ist eines der Transitländer für Flüchtlinge aus Nahost und Afrika in den Westen Europas.

Laut ungarischen Behörden kamen im laufenden Jahr bereits mehr als 50.000 Menschen illegal nach Ungarn. Anfang Juli ist ein serbisch-ungarisches Gipfeltreffen geplant, bei dem die Einwanderungsfragen diskutiert werden sollen.