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Flüchtlinge in Kiew: Von einer Krise in die Nächste

Mit einem bunten Markt wurde zum Weltflüchtlingstag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf das Schicksal von Vertriebenen aufmerksam gemacht. Seit

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Flüchtlinge in Kiew: Von einer Krise in die Nächste

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Mit einem bunten Markt wurde zum Weltflüchtlingstag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf das Schicksal von Vertriebenen aufmerksam gemacht. Seit dem Konflikt hat sich die Situation internationaler Flüchtlinge im Land verschlechtert. Rund 3.000 Menschen sind vor Konflikten in Afghanistan, dem Nahen Osten und Afrika in die Ukraine geflohen – eigentlich, um dort bessere Lebensbedingungen vorzufinden.

Mariana Nkiawete Nan aus Angola erzählt von ihrer schwierigen Arbeitssuche: “Es ist wie ein Krieg. Du musst unentwegt für deine Rechte kämpfen. Zum Beispiel wegen meiner Hautfarbe. Da kannst du nicht überall arbeiten, auch wenn du alle Diplome und nötigen Qualifikationen hast”.

Mehr als 1,3 Millionen Ukrainer haben laut UN-Angaben ihre Heimat auf der Krim und in den Konfliktgebieten im Osten des Landes verlassen. In einer Fotoausstellung werden die unterschiedlichen Schicksale festgehalten.

Tetyana Tkachenko ist sich nicht sicher, wann sie wieder zurück in den Osten gehen wird: “Wir dachten, dass wir unsere Heimat nur für einige Wochen verlassen müssten. Doch wir sind in Kiew geblieben. Unsere Eltern sind immernoch in Luhansk. Aber sollen wir etwa in eine nicht anerkannte Republik zurückkehren?”.

Freiwillge haben sich zusammengetan, um intern Vertriebenen Ukrainern bei der Arbeitssuche zu helfen. Das Geld, das die Flüchtlinge durch den Verkauf ihrer selbstgemachten Produkte einnehmen, soll jedem Einzelnen von ihnen zu Gute kommen.