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Kirchen-Massaker löst Debatte über Rassismus und Konföderiertenflagge aus

Gegen den Todesschützen von Charleston ist ein Strafverfahren wegen neunfachen Mordes sowie wegen Waffenbesitzes eingeleitet worden.

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Kirchen-Massaker löst Debatte über Rassismus und Konföderiertenflagge aus

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Gegen den Todesschützen von Charleston ist ein Strafverfahren wegen neunfachen Mordes sowie wegen Waffenbesitzes zur Durchführung eines Verbrechens eingeleitet worden. Der Haftrichter setzte nach einen kurzen Anhörung über Video eine Kaution von einer Million Dollar wegen des Anklagepunktes Waffenbesitz fest, für die neun Anklagen wegen Mordes ist Kaution nicht möglich.

Meinung

Die mutmaßliche Motivation des Schützen erinnert uns daran, dass Rassismus eine Plage bleibt, die wir gemeinsam bekämpfen müssen

In der Anhörung sagte der 21-jährige Beschuldigte aus, arbeitslos zu sein.

US-Präsident Barack Obama verurteilte das Massaker in der von schwarzen besuchten Kirche in Charleston erneut und nahm diesmal das Wort “Rassismus” in den Mund: “Die mutmaßliche Motivation des Schützen erinnert uns daran, dass Rassismus eine Plage bleibt, die wir gemeinsam bekämpfen müssen. Wir haben schon große Fortschritte erzielt, aber wir müssen wachsam bleiben, weil der Rassismus noch immer simmert”, sagte Obama am Freitag in San Franciso bei einer Konferenz von US-Bürgermeistern.

Das Kirchenmassaker hat auch eine erneute Diskussion darüber ausgelöst, ob die Flagge der Konföderierten Staaten von Amerika weiter öffentlich gehisst werden sollte, steht sie doch für den separatistischen Staat der Sklavenhalter und Rassisten. South Carolina war der erste Bundesstaat, der am 20. Dezember 1860 die Vereinigten Staaten von Amerika verließ.

“Wo wir sehen, dass dieses Symbol gehisst wird als Emblem des Hasses, als Mittel des Hasses, als Inspiration für Hass und Gewalt, muss dieses Symbol verschwinden. Es muss vom Kapitol unseres Bundesstaates verschwinden!” forderte der Präsident der schwarzen Bürgerrechtsorganisationen NAACP (National Association for the Advancement of Colored People).

Der Fraktionsvorsitzende der demokratischen Minderheitsfraktion im Abgeordnetenhaus von South Carolina, Todd Rutherford, kündigte an, in der kommenden Woche einen Gesetzesentwurf einzubringen, mit dem die Entfernung der Konföderiertenflagge vom Kapitol verfügt wird.

Am Freitagabend versammelten sich in Charleston wieder mehrere hundert Menschen, um gemeinsam um die Opfer des Kirchenmassakers zu trauern, bei dem neun Schwarze getötet worden waren. Es wurden auch Forderungen nach schärferen Waffengesetzen laut.

Weiterführende Links

The Washington Post: Why South Carolina’s Confederate flag isn’t at half-staff after church shooting

NBCNews: Charleston Church Shooting Renews Confederate Flag Debate

National Review: Don’t Tear Down the Confederate Battle Flag

Charleston Post and Courier

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