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Athen reist mit letztem Gebot nach Brüssel

Mit einer letzten Liste an Reform- und Sparzugeständnissen haben sich der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis

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Athen reist mit letztem Gebot nach Brüssel

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Mit einer letzten Liste an Reform- und Sparzugeständnissen haben sich der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis am Sonntag erneut auf den Weg nach Brüssel gemacht.

Bei dem Sondergipfel heute Mittag werden sie erstmals mit allen Vertretern der Institutionen, wie die Troika jetzt genannt wird, zusammentreffen. Deren Vertreter äußerten sich positiv über die neuen Vorschläge Athens.

Der zuletzt von den Euro-Verhandlungspartnern geschasste Finanzminister Varoufakis sagte vor seiner Abreise: “Es ist unsere Absicht, eine Übereinkunft zu erzielen.” Man komme der Sache näher, er sei optimistisch. Auf die Frage, ob er eine Übereinkunft auch seiner Syriza-Partei verkaufen könne, gab er keine Antwort mehr. Er müsse zum Flugzeug, sagte Varoufakis, bevor er auf dem Motorrad davonfuhr.

Griechenland droht der Staatsbankrott und auch ein Austritt aus dem Euro. Ende Juni werden griechische Rückzahlungen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro an den IWF fällig – eine Summe, die Athen nur mit einer Neufinanzierung aufbringen kann. Im Juli warten weitere Rückzahlungen.

Die Mehrheit der Griechen will den Euro behalten. Etwa 5000 Syriza-Anhänger demonstrierten am Sonntag in Athen erneut für mehr Entgegenkommen seitens der Geldgeber. In anderer Städten Europas wurden Solidaritätskundgebungen organisiert.