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Neue Hilfsflotte nach Gaza aufgebrochen

Die propalästinensische Initiative, die schon 2010 eine Flotte mit Hilfsgütern in Richtung des Gazastreifens sandte, will einen dritten Anlauf

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Neue Hilfsflotte nach Gaza aufgebrochen

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Die Initiative, die schon 2010 eine Flotte mit Hilfsgütern in Richtung des Gazastreifens sandte, will einen dritten Anlauf unternehmen.

Israel blockiert den Waren- und Personenverkehr Gazas weitgehend, um heimliche Waffentransporte für die Hamas zu unterbinden. Die Aktivisten beklagen die humanitären Folgen für Gaza.

“Die rechten Parteien in Israel sind uns feindselig gesinnt. Wir Unterstützer der Flotteninitiative machen Gaza und das Leid der Leute aufgrund der Blockade dort wieder zum Thema in Israel – und ich hoffe, auch in Europa und rund um die Welt”, so Basel Ghattas, arabischer Israeli und Abgeordneter der Knesset.

Neben Ghattas sollen laut den Organisatoren rund 50 weitere Personen an Bord der Schiffe sein, darunter der ehemalige tunesischer Präsident Moncef Marzouki, bekannte Sportler und andere Persönlichen. Vor dem Auslaufen trainieren sie diesmal Methoden zum gewaltfreien Widerstand.

Die letzte Flotte wurde 2011 von griechischen Behörden am Auslaufen gehindert. Ein Jahr zuvor starben bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften auf dem Mittelmeer neun türkische Aktivisten der ersten Flotte.

“Es ist sehr wichtig, gewaltfrei zu bleiben, um ihnen keinen Vorwand zu geben, Gewalt gegen uns anzuwenden”, sagt der Schwede Charlie Andreasson, Kapitän eines der Schiffe. “Wenn sie es doch tun oder uns in internationalen Gewässern aufhalten, dann sind sie es, die rechtswidrig handeln, nicht wir.”

Euronews-Reporter Aissa Boukanoun: “Die Organisatoren wollen nicht bekannt machen, von wo aus die Flotte III in See sticht. Sie fürchten, Israel könnte auf die europäischen Länder Druck ausüben um die Initiative zu sabotieren. Israel betrachtet die Flotte als feindselig und als Negativ-PR. Die Aktivisten geben ihrerseits an, die Blockade Gazas auf friedliche Art und Weise beenden zu wollen, um den Palästinensern Handels- und Bewegungsfreiheit zu geben.”