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Euro-Zone kommt in Schwung

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Euro-Zone kommt in Schwung

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Mitten im griechischen Schuldendrama kommt die Konjunktur in der Euro-Zone in Schwung.

Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft kletterte im Juni um 0,5 auf 54,1 Punkte, so das Markit-Institut, London, nach einer Umfrage unter rund 4.000 Firmen. Das signalisiere das stärkste Wirtschaftswachstum seit vier Jahren”, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

In Deutschland kletterte das Barometer für die Privatwirtschaft im Juni um 1,4 auf 54,0 Punkte.

Mike Ingram, BGC Anlagestratege, London:

“Ein paar Jahre lang war die Europäische Zentralbank offenbar am Steuer eingeschlafen und hat dazu beigetragen, die Euro-Zone in eine Art deflationäre Spirale zu steuern. Die beiden stärksten Wirtschafts-Beschleuniger im Euroraum in den vergangenen 12 Monaten waren der Rückgang der Ölpreise und die Abwertung des Euro.’‘

Besonders in südlichen Ländern wie Spanien und Italien gehe es zur Zeit bergauf, so Markit, aber auch in den beiden größten Euro-Staaten Deutschland und Frankreich.

Allerdings: “Schon jetzt hat die zunehmende Verunsicherung infolge der eskalierenden Krise in Griechenland ihre Spuren beim Stellenaufbau hinterlassen”, sagte Williamson.

Auch die Aufträge wuchsen langsamer, zugleich beurteilten die Dienstleister ihre Geschäftsaussichten weniger optimistisch. Das sei ebenfalls Ergebnis der Verunsicherung der Unternehmen durch die Schuldenkrise in Griechenland.

Der schwache Euro und der merkliche Rückgang der Energiepreise “kompensieren offensichtlich weiterhin die schwächere Nachfrage aus den Schwellenländern,” meinte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil. Chinas Wirtschaft etwa dürfte in diesem Jahr so langsam wachsen wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr, während Russland in der Rezession steckt.

su mit Reuters