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Okinawa: "Die Narben des Krieges sind nicht verheilt"

Im Beisein der amerikanischen Botschafterin in Japan, Caroline Kennedy, Ministerpräsident Shinzo Abe und dem Gouverneur von Okinawa, Takeshi Onaga

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Okinawa: "Die Narben des Krieges sind nicht verheilt"

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Im Beisein der amerikanischen Botschafterin in Japan, Caroline Kennedy, Ministerpräsident Shinzo Abe und dem Gouverneur von Okinawa, Takeshi Onaga, ist in Itoman City auf Okinawa an die Schlacht im Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren erinnert worden. Mehr als 200.000 Menschen starben damals, jeder vierte Einwohner von Okinawa wurde getötet. Teruya Naeko vom Verband der Kriegsopfer sagte in ihrer Rede: “Für uns ist siebzig Jahre nach Kriegsende der Krieg nicht vorbei. Immer noch finden wir Bomben, Reste des Krieges überall. Die Narben des Krieges sind auf Okinawa noch lange nicht verheilt.”

Shinzo Abe beschimpft: “Hau ab!”

Regierungschef Shinzo Abe wurde bei seiner Rede von Zwischenrufen unterbrochen, die sich gegen ihn und die amerikanische Militärpräsenz auf Okinawa richteten. Mehrere Personen, die unter anderem “Hau ab” gebrüllt hatten, wurden von Sicherheitspersonal weggebracht. Abe sagte, er habe Verständnis für die Belange der Einwohner Okinawas, sie seien es, die im Namen der nationalen Sicherheit einen hohen Preis zahlen müssten; er hob aber hervor, dass die Japaner seit Kriegsende in Frieden und Freiheit lebten. Auf Okinawa sind etwa 25.000 amerikanische Soldaten stationiert. Immer wieder kommt es zu Demonstrationen gegen die amerikanische Präsenz auf Okinawa.