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Bombenleger von Boston entschuldigt sich überraschend bei Opfern


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Bombenleger von Boston entschuldigt sich überraschend bei Opfern

Der zum Tode verurteilte Bombenleger beim Boston-Marathon, Dschochar Zarnajew, hat sich zum Abschluss des Strafprozesses gegen ihn überraschend für seine Taten entschuldigt. Es war das erste und einzige Mal, dass sich Zarnajew in dem Verfahren zu Wort meldete.

Er bedauere, Menschen getötet, Leid zugefügt und
Schaden verursacht zu haben, der nicht wieder gutzumachen sei, sagte der 21-Jährige. Er bete zu Allah, dass er ihm gnädig sei.

“Seine Entschuldigung zu hören, ist genug für mich”, sagte ein Überlebender anschließend. “Ich habe den Glauben an die Menschheit noch nicht verloren, dazu gehört auch er. Deshalb hoffe ich, dass seine Worte ehrlich waren. Ich hoffe, sie kamen von Herzen.”

Eine andere Überlebende war nicht überzeugt: “Ich bereue, jemals gewollt zu haben ihn sprechen zu hören. Denn in dem, was er gesagt hat, lag keine Reue und kein Mitgefühl für das, was er in unseren Leben angerichtet hat.”

Der Angeklagte war schon Anfang April für schuldig befunden worden, Mitte Mai stimmten die Geschworenen einstimmig für die Hinrichtung. Am Mittwoch verlas der Richter das Todesurteil auch offiziell.

Zarnajew, ein Amerikaner tschetschenischer Abstammung, hatte im April 2013 mit seinem älteren Bruder Tamerlan zwei Sprengsätze am Zieleinlauf des Marathons in Boston gezündet. Drei Menschen starben, darunter ein achtjähriger Junge, 260 wurden verletzt.

Der Bruder und ein Polizist wurden während der darauf folgenden tagelange Verfolgungsjagd bei einem Schusswechsel getötet.

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