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"Cartel Land" - Bürgerwehr gegen Drogenkartell

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"Cartel Land" - Bürgerwehr gegen Drogenkartell

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Mitten ins Herz des gnadenlosen Drogenkriegs, der an der mexikanisch-amerikanischen Grenze tobt, führt die Dokumentation Cartel Land. Regisseur

Mitten ins Herz des gnadenlosen Drogenkriegs, der an der mexikanisch-amerikanischen Grenze tobt, führt die Dokumentation Cartel Land.

Regisseur Matthew Heineman begleitet zwei Bürgerwehrgruppen, die sich auf beiden Seiten der Grenze gegründet haben, um auf eigene Faust gegen den Terror der Drogenkartelle zu kämpfen: die vom Arzt Jose Mireles angeführten Autodefensas im mexikanischen Michoacán und die paramilitärische Truppe Arizona Border Recon unter Leitung des Kriegsveteranen Tim “Nailer” Foley,

Matthew Heineman ging es darum, die Gewaltspirale vor Augen zu führen, wie er bei der Filmvorstellung Mexico City betonte.

“Ich war ein Jahr lang in beide Bürgerwehren integriert und sah, wie der Film und die Story eine andere Richtung einschlugen, als erwartet. Der Film stellt die Frage: Warum tun Männer und Frauen so etwas? Was bringt sie dazu, sich mit Waffen zur Wehr zu setzten? Es ist eine sehr komplizierte Story, jeder hat seine eigenen Beweggründe.”

Der Film stellt Fragen zur Gesetzlosigkeit, zeigt den Zusammenbruch der Ordnung und den leichtfertigen Umgang mit Waffen auf beiden Seiten der Grenze.

“Ich hoffe, dass die Menschen in Amerika den Film sehen und merken, dass gleich nebenan ein Krieg stattfindet. Es geschieht im Nachbarland im Süden der USA, mit dem wir eine gemeinsame Geschichte haben. Auch dieser Krieg hat etwas mit uns zu tun. Ich glaube, dass der Film den Menschen hier in Mexiko eine Welt, von der sie zwar schon gehört haben, aus erster Hand noch näher bringt. Und dass der Film zu einer echten Diskussion führt.”

“Cartel Land” war der Überraschungsfilm auf dem Sundance Festival im Januar, wo er für Kamera und Regie Preise gewann. Er kommt vorerst nur auf die US-Leinwände.