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Image-Totalschaden: Takata-Chef entschuldigt sich für defekte Airbags

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Image-Totalschaden: Takata-Chef entschuldigt sich für defekte Airbags

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Toyota und Nissan weiten ihre Rückrufe wegen defekter Airbags des Zulieferers Takata um insgesamt mehr als drei Millionen Fahrzeuge aus.

Allein in den USA müssen die Luftkissen inzwischen bei rund 10 Millionen Autos aus Japan (Nissan, Toyota, Honda) und bei mehr als 6 Millionen aus heimischer Produktion (Chrysler, Ford) ausgetauscht werden.

Zum erstenmal entschuldigte sich Takata-Chef Shigehisa Takada für den Schaden:

“Vor allem gilt mein Beileid aus ganzem Herzen denjenigen, die ihr Leben aufgrund unserer beschädigten Gasgeneratoren verloren haben. Ich möchte mich aber auch entschuldigen für den Ärger, den alle damit haben.”

Er empfinde eine schwere Verantwortung. Die interne Aufarbeitung des Problems laufe nicht gut, sagte er auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Ein Ende der Untersuchungen sei nicht absehbar.

Die fehlerhaften Airbags können unkontrolliert explodieren – auch ohne Aufprall – und dabei Metallteile herumschleudern. Acht Todesfälle und mehr als 100 Verletzte werden damit in Zusammenhang gebracht. Die Ursache ist noch immer unbekannt.

Das Airbag-Desaster hat zur größten Rückruf-Aktion der US-Geschichte geführt. Bei einer Anhörung in einem US-Kongressausschuss erhoben Politiker schwere Vorwürfe gegen die Firma – aber auch gegen die US-Verkehrsaufsicht NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration). Dass
die Behörde die Probleme nicht früher erkannt habe, sei ein eklatanter Fall von Inkompetenz, sagte ein Senator. Die Aufsicht lasse der Autoindustrie zu viel Spielraum und nutze ihre Instrumente nicht aus, um die Branche ordentlich zu kontrollieren.

NHTSA-Vertreter Mark Rosekind sagte vor dem Ausschuss, die Behörde
befinde sich in einem Prozess der Selbstprüfung. Allerdings sei sie unterbesetzt und nicht ausreichend finanziert.

su mit Reuters