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Moldawien: Wo bitte geht's zur Seidenstraße?

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Moldawien: Wo bitte geht's zur Seidenstraße?

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Auf der Suche nach Anschluss an den Welthandel hat Moldawien eine große Reederei aus China an Land gezogen: China Shipping Container Lines hat beschlossen, in den Mini-Hafen Giurgiulesti des südosteuropäischen Landes zu investieren, als Teil von Chinas Investitionsstrategie in weltweite Handelsrouten.

Der Betreiber und Hauptinvestor ist die niederländische Privatfirma Danube Logistics.
Generaldirektor Thomas Moser:

“China bietet jetzt eine direkte Verbindung nach Moldawien für die chinesischen Exporteure. Aber natürlich vor allem eine Direktverbindung für Moldawien nach China, aber auch andere Länder in Asien und im Nahen Osten.”

Ein Assoziierungsabkommen Moldawiens mit der EU 2014 hatte ein Exportverbot zum Hauptabnehmer Russland nach sich gezogen. Obst, Fleisch und Wein dürfen nun nicht mehr über die Grenze, ein schwerer Schlag für den Agrarstaat Moldau.

Vor seiner Unabhängigkeit Anfang der 1990er Jahre war Moldawien eine der wohlhabendsten Sowjetrepubliken. Heute ist es ist einer der ärmsten Staaten Europas, mit einem Bruttoinlandsprodukt von unter 1.860 Euro pro Kopf jährlich. Moldawien lebt vor allem von der Landwirtschaft und von der damit verbundenen Industrie.

Valeriu Lazar, Moldovan Trade and Industry Agency:

“Die Türen nach Asien sind nun geöffnet. Unsere Produzenten können sich nicht mehr beschweren, jetzt zählen wettbewerbsfähige Produkte.”

China hat vor, rund 90 Milliarden Euro in Programme namens Silk Road Economic Belt und 21st Century Maritime Silk Road zu stecken, eine Zusammenarbeit mit den Ländern entlang der alten Seidenstraße. Moldawien hätte schon jede Menge Ideen neben dem “Internationalen Freihafen Giurgiuesti” – Logistikzentren, Gewerbegebiete, Straßen, Eisenbahnen, Stromleitungen, Kraftwerke….

su