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Europcar schleudert an die Börse

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Europcar schleudert an die Börse

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Berauschend war der Börsenstart von Europas größtem Autovermieter Europcar nicht gerade. Der erste Kurs an der Pariser Börse Euronext in Höhe von 12,25 Euro lag noch auf dem Niveau des Ausgabepreises. Dann notierte die Aktie in einem schwachen Umfeld aber bei 11,97 Euro.

Erlöst wurden mit dem Börsengang zunächst 879 Millionen Euro, so Europcar. Das Geld soll vor allem in Wachstum, aber auch in Schuldentilgung gesteckt werden. Ursprünglich sollten die Aktien für bis zu 15,00 Euro verkauft werden.

Bisher gehörte Europcar dem französischen Finanzinvestor Eurazeo, der das Unternehmen im Jahr 2006 vom Volkswagen-Konzern übernommen hatte. In über 150 Ländern werden an 5.300 Vermietstationen rund 190.000 Fahrzeuge angeboten. Das Unternehmen beschäftigt ungefähr 7.000 Mitarbeiter.

Im ersten Quartal 2015 hatte Europcar im Vergleich zum Vorjahr knapp 11 Prozent mehr umgesetzt – 414 Millionen Euro. Unterm Strich fuhr das Unternehmen aber 69 Millionen Euro
Verlust ein, wofür saisonale Effekte verantwortlich gemacht wurden. Im Jahr 2014 machte Europcar bei 1,98 Milliarden Euro Umsatz 111,7 Millionen Euro Nettoverlust.

su mit dpa