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Börsen: Nebelfahrt der Griechen schlägt weltweit Wellen

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Börsen: Nebelfahrt der Griechen schlägt weltweit Wellen

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Die vorerst gescheiterte Einigung im griechischen Schuldenstreit hat dem Dax den größten Tagesverlust seit Jahren eingebrockt – 3,5 Prozent. Ein Crash an Europas Börsen blieb – wie von Experten erwartet – aber aus. Der Eurostoxx50 verlor 4,13 Prozent, die Börsen in Madrid, Mailand und Lissabon um fünf Prozent.

Dann wich jedoch die Angst bei den Anlegern und die Indizes konnten ihre Verluste eingrenzen, zumal die US-Börsen nur mit einem leichten Minus eröffneten.

In Griechenland bleibt in dieser Woche die Börse geschlossen, genauso wie alle Banken.

Der Euro war zunächst zwei US-Cent schwächer in die neue Woche gestartet, konnte seine Verluste im Lauf des Tages aber wieder wett machen.

Olexandra Vakulina, euronews:

“Bei uns ist jetzt Angus Campbell, Senior Analyst bei FxPro.

Nach einem Wochenende des griechischen Dramas sind asiatische und europäische Aktien am Montag gesunken. Der Euro fiel gegenüber dem Dollar.

War die Reaktion der Märkte stärker oder schwächer als erwartet?”

Angus Campbell, FxPro:

“Nun, ich meine, es war wie erwartet, weder schlechter noch besser. Aber die Marktbewegungen nach der Öffnung der europäischen Börsen waren ein bisschen positiver als erwartet, würde ich sagen, weil Märkte von ihren Tiefständen wieder wegkamen, besonders der Euro hat sich erholt von einigen seiner Verluste. Aber ich meine, es ist wirklich zu früh, Abwärtsrisiken bei Wertpapieren und dem Euro komplett auszuschließen und jede Volatilität.”

euronews:

“Ohne weitere Erhöhungen der EZB-Soforthilfe für griechische Banken – wie ansteckend könnte die griechische Bankenkrise für den Rest der Eurozone werden, besonders für die Peripherieländer?”

Angus Campbell:

“Nun, natürlich ist es sehr wichtig, dass eine Ansteckung vermieden wird. Die Dinge stehen ganz anders als in der vorigen Krise vor ein paar Jahren, als Griechenland sein zweites Rettungspaket und Schuldenabschreibungen aushandelte. Die Eurozone hat sich inzwischen sehr geändert, was das griechische Risiko und die Gesamtschuldenlasten für viele Peripherieländer angeht.

Ich meine also, das Ansteckungsrisiko wird wahrscheinlich überschätzt, obwohl es immer noch nicht null ist. Das sehen die Märkte wohl genauso, die Fremdkapitalkosten für spanische, italienische und portugiesische Schulden sind gestiegen.”