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Woche der Entscheidung für Griechenland

Griechenlands Banken haben diese Woche zu, nur an den Automaten gibt es noch Geld – sechzig Euro pro Tag für Griechen, unbegrenzt für Ausländer. Am

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Griechenlands Banken haben diese Woche zu, nur an den Automaten gibt es noch Geld – sechzig Euro pro Tag für Griechen, unbegrenzt für Ausländer.

Am Sonntag sollen die Griechen nun darüber abstimmen, ob sie das letzte Angebot der Gläubiger an das hochverschuldete Land annehmen wollen oder nicht.

“Die können doch nicht mein Geld einbehalten”, sagt eine Rentnerin in der Hauptstadt Athen. “Ich muss doch Sachen einkaufen.”

“Die Leute sind ängstlicher als nötig, meint eine junge Frau. “In ein paar Tagen wird das wieder. Für Schlangen an Tankstellen und Supermärkten gibt es gar keinen Grund. Wir waren gerade einkaufen, und da kauften manche, als ob Krieg wäre.”

“Vieles hängt davon ab, ob die Firmen die Gehälter auszahlen können”, sagt ein Mann. “Wir hoffen, es gibt noch eine Einigung.”

“Die Gläubiger wollen uns die Luft nehmen”, meint ein Rentner. “Sie setzen uns unter Druck; mal sehen, wie lange wir standhalten können.”

Mit der Ankündigung der Volksabstimmung hatte Griechenland am Freitag überraschend die Verhandlungen mit seinen Gläubigern beendet.