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Griechen-Verwirrspiel: "Die Anleger sind beunruhigt, das sollte man nicht unterschätzen"

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Griechen-Verwirrspiel: "Die Anleger sind beunruhigt, das sollte man nicht unterschätzen"

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Griechenland-Pleite oder Rettung in letzter Sekunde: Zwischen diesen beiden Polen schwankte die Stimmung der Anleger.

Fast im Minutentakt schlugen die Kurse in die eine oder andere Richtung aus – abhängig von der Nachrichtenlage.

Dax und EuroStoxx50 pendelten um ihre Schlusskurse des Vortages und lagen am Ende 1,25 und 0,53 Prozent niedriger.

Ohne Einigung mit seinen Kreditgebern steht Griechenland vor dem Bankrott, weil es eine 1,6 Milliarden Euro schwere Rate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht zahlen kann.

su mit dpa, Reuters

Olexandra Vakulina, euronews:

“Die globalen Märkte verfolgen mit der Lupe die griechische Krise, wir diskutieren das jetzt mit Angus Campbell, Senior Analyst bei FxPro.

Angus, die US-Aktien fielen stark am Montag, dann erholten sich die europäischen Märkte. Was war da los?”

Angus Campbell, Senior Analyst bei FxPro:

“Ja, die Märkte machen immer einen Schritt nach dem anderen … wir haben ein hohes Maß an Risikoscheu gesehen. Die Anleger sind beunruhigt, das sollte man nicht unterschätzen. Es hat eine scharfe Korrektur der Aktienindizes rund um den Globus gegeben. Für einige Randstaaten der Eurozone stiegen die Kreditkosten. Anleger haben Angst, dass sich andere Märkte anstecken, wenn die Lage in Griechenland eskaliert. Und wie gesagt, wir nehmen die Dinge Schritt für Schritt.”

euronews:

“Die Banken in Griechenland bleiben in dieser Woche zu. Werden sie nächste Woche öffnen?Und was passiert, wenn nicht?”

Angus Campbell:

“Umfragen haben ergeben, dass die meisten Griechen in der gemeinsamen Währung bleiben wollen. Aber gleichzeitig fordert der Ministerpräsident, der zu dieser Abstimmung aufgerufen hat, die Menschen auf, mit “Nein” zu stimmen.

Und wenn das bei der Volksabstimmung am Sonntag herauskommt, dann könnten wir uns in einer sehr schweren Finanzkrise wiederfinden. Innerhalb der Märkte könnte es einen harten Schwenk zur Risikoaversion geben. Ich meine, den Banken würden dann noch strengere Kapitalkontrollen auferlegt und sie würden einige Zeit geschlossen bleiben.”