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Israel: Abschiebungen nach Aktion gegen Gaza-Seeblockade

Nach dem neuen Versuch, Hilfsgüter per Boot in den Gazastreifen zu bringen, sitzen die Beteiligten nun in israelischer Haft. Sie werden aber nach und

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Israel: Abschiebungen nach Aktion gegen Gaza-Seeblockade

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Nach dem neuen Versuch, Hilfsgüter per Boot in den Gazastreifen zu bringen, sitzen die Beteiligten nun in israelischer Haft.

Sie werden aber nach und nach aus der Haft in der Stadt Ramla freigelassen und abgeschoben, wie schon eine spanische Politikerin und der frühere tunesische Präsident Moncef Marzouki.

Vierzehn weitere Menschen vom schwedischen Fischerboot Marianne würden demnächst aus dem Land abgeschoben, teilte die israelische Einwanderungsbehörde mit.

Außerdem waren an Bord zwei Israelis, ein Journalist und ein Parlamentarier aus der arabischstämmigen Minderheit.

Das Schiff hatte nach Angaben der Organisatoren Solarzellen und medizinische Güter dabei.

Schwedens Außenministerium hat sich bei Israel über den Vorfall beschwert.

Eine Sprecherin sagte der Zeitung “Dagens Nyheter”, in internationalen Gewässern habe nur Schweden selbst gegen ein schwedisches Schiff vorgehen dürfen.

Der Vorfalle ereignete sich knapp hundert Seemeilen vor der Küste.

Israel will mit der Blockade verhindern, dass zum Beispiel Waffen oder Sprengstoff in das Palästinensergebiet kommen.

Es verweist aber darauf, dass es sehr wohl Güter in den Gazastreifen lasse – letztes Jahr demnach 1,6 Millionen Tonnen.

Palästinafreundliche Gruppen haben jetzt zum dritten Mal versucht, die Blockade von See her zu brechen und Hilfsgüter zu bringen.

Ein Schiff wurde aber aufgebracht und liegt jetzt im israelischen Hafen Aschdod,
die anderen drei Boote machten kehrt.

Bei dem ersten Versuch 2010 hatten israelische Soldaten ein türkisches Schiff gestürmt. Bei dem Angriff töteten sie zehn Menschen.