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Opernexperiment mit Roboter


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Opernexperiment mit Roboter

Um es gleich vorwegzunehmen, Roboter werden so schnell den Menschen auf der Bühne nicht ersetzen. Der Beweis: My Square Lady, eine Oper mit Gesang und Roboter. Myon heißt der einäugige Held des Abends und stammt aus dem Forschungslabor Neurorobotik der Beuth Hochschule für Technik.

Der Auftritt an der Komischen Oper in Berlin ist ein unterhaltsames Experiment ausgeheckt von der deutsch-britischen Performancegruppe Gob Squad.

Johanna Freiburg, Gob Squad: “Für uns ist der Roboter ein Mittel, um uns als Menschen selbst zu betrachten und uns die Frage zu stellen: Was macht uns zum Menschen? Was unterscheidet uns von Maschinen oder Objekten? Die Fähigkeit zu fühlen ist ein entscheidendes Kriterium. In der Betrachtung des Roboters erkennen wir uns selbst.”

Myon ist ein humanoider Roboter und rein theoretisch dazu programmiert, Gefühle zu entwickeln und Emotionen zu äußern. Ähnlich wie Eliza Doolittle in dem Musical “My Fair Lady”, soll er das Leben auf der Bühne lernen, oder zumindest kopieren, was konkret nicht so richtig klappt.

Manfred Hild, Forschungslabor Neurorobotik der Beuth Hochschule für Technik: “Gefühle entscheiden, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Das gibt den Rahmen vor. Soll sich der Roboter auf ein Objekt konzentrieren, oder ist das zu langweilig, sorgt ein Geräusch dafür, dass sich der Roboter dreht?Die vorhandenen Gefühlsmechanismen leiten den Prozess.”

Die experimentelle Oper mit Roboter ist noch bis zum 5. Juli an der Komischen Oper in Berlin zu sehen.

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