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Besser lernen - Mehr Grün und mehr offene Räume

Japan: Ein Kindergarten wie aus dem Bilderbuch In diesem Kindergarten in einem Vorort von Tokio geht es im wahrsten Sinne des Wortes rund. Die

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Besser lernen - Mehr Grün und mehr offene Räume

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Japan: Ein Kindergarten wie aus dem Bilderbuch

Meinung

Es ist alles offen und frei. Die Kinder sind unbeschwert und sorglos

In diesem Kindergarten in einem Vorort von Tokio geht es im wahrsten Sinne des Wortes rund. Die Kleinen können sich in dem kreisförmigen Gebäude, im Hof und sogar auf dem Dach austoben und immer wieder im Kreis laufen.

Der Fuji-Kindergarten wurde von dem japanischen Architekten Takaharu Tezuka entworfen. Sein Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der Kinder dazu ermutigt, ihre Umgebung zu erkunden. Und es nicht schlimm, wenn sie dabei einmal hinfallen, erklärt der Direktor des Kindergarten.

Spanien: Grün ist gut für das Gehirn

Dr. Marc Nieuwenhuijsen liebt die Natur. Er hat gemeinsam mit Kollegen vom Forschungszentrum für Umweltepidemiologie in Barcelona eine Studie veröffentlicht, die zeigt, wie eine grüne, natürliche Umgebung die Konzentration und das Gedächtnis von Kindern positiv beeinflusst.

Dr. Marc Nieuwenhuijsen erklärt: “Im Rahmen dieser Studie haben wir mit mehr als zweieinhalbtausend Kindern aus 36 Schulen in Barcelona zusammengearbeitet. Ein Jahr lang haben wir die kognitive Entwicklung dieser Kinder gemessen. Wir führten dafür vier Computertests durch. Wir haben insbesondere ihre Fähigkeit sich etwas zu merken, also ihr Gedächtnis getestet. Gleichzeitig haben wir auch erfasst, wieviel Grünflächen es in der Nähe der Schule gibt. Wir nutzten dafür Satellitenbilder. Und dann haben wir die Beziehung zwischen der Menge an Grünflächen und der kognitiven Entwicklung analysiert. Wenn es rund um die Schule mehr Grünflächen gibt, dann ist die kognitive Entwicklung besser als in Schulen, wo es nur wenig Grünflächen gibt.”

Dänemark: Gymnasium ohne Wände

Das Ørestad Gymnasium in Kopenhagen ist eine einzigartige Schule. Sie bietet den Schülern einen riesigen, offenen und lichtdurchfluteten Raum an, in dem sie sich frei bewegen und in dem sie lernen können.

Hier bestimmt die Architektur des Gebäudes die Art und Weise, wie Unterricht stattfindet.
Schuldirektor Allan Kjær Andersen erklärt: “Unser Gebäude mit den offenen Räumen und der Gebrauch von Computern im Unterricht, das ist es, was das Ørestad Gymnasium so einzigartig macht. So ein Gebäude ist ein Weg, um Unterrichtsstunden zu haben, in denen die Schüler mitmachen. Denn hier ist kein Frontalunterricht möglich. In diesem Gebäude müssen sich die Lehrer etwas anderes einfallen lassen.”