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Krieg der Worte: Varoufakis gegen Kreditgeber

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Krieg der Worte: Varoufakis gegen Kreditgeber

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Alles nur Propaganda? Am Samstagabend bestritten der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis und mehrere Bankenvertreter vehement, dass sie die Einlagen griechischer Sparer einfrieren wollten. Varoufakis bezeichnete einen Bericht der Financial Times als böswillige Gerüchte, an denen absolut nichts Wahres dran sein. Bankeinlagen von über 8.000 Euro würden bei zumindest einer Bank zu 30 Prozent einbehalten, schreibt FT. Die Pläne erinnerten an das, was Sparer auf Zypern 2013 erleben mussten. Die Präsidentin der griechischen Nationalbank sprach von purer Fantasie.

An diesem Samstag veröffentlicht die spanische Zeitung El Mundo ein Interview mit Yanis Varoufakis. Darin sagt der griechische Finanzminister: Was die Gläubiger mit Griechenland gemacht haben, hat einen Namen: Terrorismus

Regierungschef Alexis Tsipras und sein Finanzminister erklären immer wieder, dass sie von einem Sieg des NEIN beim Referendum in gestärkter Position mit Brüssel und den IWF weiterverhandeln wollen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte zu den zuletzt von Griechenland gemachten Vorschlägen gesagt, sie verhandle erst nach dem Referendum wieder, der Chef der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem zeigte sich fast noch pessimistischer.

Ein Bericht des IMF, der am Freitag veröffentlicht wurde, zeichnet ein extrem düsteres Bild der griechischen Finanzen.

Verhärtete Positionen oder alles nur Wahlpropaganda vor dem Referendum? Der Krieg der Worte macht die Gesprâche in jedem Fall nicht einfacher.